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Minister Lies und Landtagsabgeordnete Tippelt zu Besuch in Hehlen

Betriebserweiterung bei Glasveredler PSL geht voran

HEHLEN. Der Glasveredeler PSL aus Hehlen investiert kräftig in seinen Standort – insgesamt zehneinhalb Millionen Euro in den nächsten drei Jahren sollen es sein. Für sein Wachstum hat PSL auch eine millionenschwere Förderung des Landes in Höhe von 2,1 Millionen Euro bekommen. Eine der zwei geplanten Hallen ist bereits im Bau. Auch neue Maschinen sollen angeschafft werden.

veröffentlicht am 26.09.2017 um 19:09 Uhr
aktualisiert am 26.09.2017 um 19:40 Uhr

Mehrere Millionen Euro will der Glasveredeler PSL in den kommenden Jahren an seinem Standort in Hehlen investieren. Eine der zwei geplanten Hallen ist bereits im Bau. Auch neue Maschinen sollen angeschafft werden. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt war im Sommer gemeinsam mit Hehlens Bürgermeister Sebastian Rode dabei, als Wirtschaftsminister Olaf Lies (alle drei SPD) den Förderbescheid an PSL-Geschäftsführer Christian Schaab übergeben hat. Am Dienstag haben die drei Politiker gemeinsam den Betrieb besucht und sich den bisherigen Fortschritt beim Ausbau des Unternehmens zeigen lassen.

Direkt hinter der Produktionshalle ist schon viel zu sehen – eine von zwei geplanten Hallen wird dort gerade gebaut. Zwei Druckmaschinen sind bestellt. Eine für den etablierten Siebdruck und eine für das neueste Verfahren Digitaldruck. „Kontinuierlich auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, ist für das Unternehmen wichtig“, betont Schaab. PSL kann seinen Kunden Glasveredelung in verschiedensten Varianten anbieten. Nicht nur Glas zu bedrucken ist möglich. Beispielsweise werden in Hehlen Flaschen auch matt oder glänzend beschichtet oder bekommen eine Folie übergezogen. Die Bandbreite ist groß, die Kunden kommen aus ganz Europa. Manche wollen nur Sondereditionen optisch aufwerten, andere ein Produkt dauerhaft in ansprechendem Design anbieten.

Tippelt und Lies musterten interessiert Beispielverpackungen von Glasbehältern, die bereits in Hehlen verschönert worden sind. In den Regalen stehen Flaschen, die auch in den heimischen Supermarktregalen zu finden sind oder es in speziellen Editionen einmal waren. Von Alkoholischem wie Bacardi und Jägermeister über „True
Fruits“-Smoothie-Flaschen bis hin zu „Glück“-Marmeladengläsern. Etwa 90 Millionen Flachen und Gläser werden pro Jahr in Hehlen veredelt.

In den Betriebshallen von PSL bekommen Glasverpackungen einen ganz besonderen Look verpasst. Diese goldenen Flaschen werden bald einen Schweizer Schokoladenlikör im Regal glänzen lassen. Foto: ms
  • In den Betriebshallen von PSL bekommen Glasverpackungen einen ganz besonderen Look verpasst. Diese goldenen Flaschen werden bald einen Schweizer Schokoladenlikör im Regal glänzen lassen. Foto: ms
Hehlens Bürgermeister Sebastian Rode, Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt, PSL-Geschäftsführer Christian Schaab und Wirtschaftsminister Olaf Lies (v. li.) betrachten von PSL veredelte Glasverpackungen. Foto: ms
  • Hehlens Bürgermeister Sebastian Rode, Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt, PSL-Geschäftsführer Christian Schaab und Wirtschaftsminister Olaf Lies (v. li.) betrachten von PSL veredelte Glasverpackungen. Foto: ms

Das Gespräch über Produktion und anstehende Erweiterung brachte das Thema einer möglichen künftigen Betriebserweiterung auf den Tisch. Das Problem: Der Platz in dem Gebiet, in dem auch Fabrikant Heller-Leder ansässig ist, ist durch eine Ausweisung als Überschwemmungsgebiet begrenzt. Einige Flächen liegen im Bereich eines möglichen „Jahrhunderthochwassers“. „Der Hochwasserschutz ist ein großes Thema bei uns im Landkreis Holzminden. Nicht nur hier“, sagt Tippelt. Das Wachstum von PSL und auch Heller-Leder sollte „in Ruhe nach der Wahl“ besprochen werden.

Auch andere Themen wurden bei dem Besuch angesprochen, wie etwa die Suche nach Auszubildenden, die für PSL nicht einfach war. Dabei habe man den geringsten Fokus auf Zeugnisse gelegt, sondern mehr auf Motivation gesetzt. Am Ende hat PSL aber drei Auszubildende gefunden – einen Industriekaufmann, einen Betriebselektriker und einen Siebdrucker. Tippelt und Lies kennen die Problematik – „Da ist Bildung die beste Wirtschaftsförderung, die wir ergreifen können“, meint der Minister unter Zustimmung der heimischen Landtagsabgeordneten, die sich im kommenden Monat wieder zur Wahl stellt.

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