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„Freundeskreis Münchhausen-Gutshof“ und Museum starten morgen in die neue Saison

Besucherzahlen können sich sehen lassen

Bodenwerder. Im Rathauspark lenkt die leuchtend gelb blühende Forsythie den Blick auf das Denkmal des Freiherrn von Münchhausen, der am langen Zopf sich selbst und seinen treuen Gaul aus dem Sumpf zieht. Und hinter den Mauern der „Schulenburg“ ist alles bereit für den Stadt in die neue Museumssaison. Ab dem morgigen Samstag wird die ehrenamtlich tätige Damen-Riege um Museumsleiter Werner Koch wieder täglich von 10 bis 17 Uhr unterhaltsam, aber mit fundiertem Hintergrundwissen erzählen, „wer Münchhausen wirklich war“.

veröffentlicht am 27.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

Sabine Weiße
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Winterruhe allerdings herrschte im Museum in den vergangenen Monaten keinesfalls. „Nach Voranmeldung hatten wir nach Saisonschluss Ende Oktober fast 800 Gäste“, unterstrich Werner Koch jüngst vor dem „Freundeskreis Münchhausen-Gutshof“. Ebenso viele Anmeldungen lägen für die 2014er Saison bereits vor – „es läuft besser als je zuvor“. Nicht unerwähnt ließ Koch, dass „sein“ Münchhausen-Museum mit 19 000 Besuchern 2013 den Vergleich mit benachbarten Museen in Hameln, Bad Pyrmont oder auch Schloss Hämelschenburg nicht zu scheuen brauche. „Das sieht auch Stadtdirektor Joachim Lienig so!“

In besonderer Erinnerung bleibt die Prominenz: So war Matthias Freiherr von Münchhausen Ehrengast und humorvoller Referent zur 2013er Saisoneröffnung, empfahl Münchhausenpreis-Träger Frank Elstner während der Preisverleihung in Buchhagen vor großem Publikum, dem Museum unbedingt einen Besuch abzustatten – „und einige sind daraufhin tatsächlich zu uns gekommen“, so Koch. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies schaute auf einen Kurzbesuch ebenso vorbei wie die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt. Die Ehre gaben sich im Laufe des Jahres auch Landtagspräsident Bernd Busemann sowie Staatssekretär Stephan Manke und Rembert von Münchhausen, die anlässlich der offiziellen Verleihung des Namenszusatzes „Münchhausenstadt“ im Museum weilten.

Auch außergewöhnliche Geschenke sorgten für nachhaltige Freude. So brachte Familie Atis Sausnitis aus Riga, Inhaber des „Münchhausen-Erlebnislandes“ im lettischen Dunte, zwei rekonstruierte Porträts von Jakobine und ihrem Gatten Hieronymus mit nach Bodenwerder. „Im Treppenhaus des Rathauses haben diese Gemälde einen würdigen Platz gefunden.“ Zu den Höhepunkten zählten das 250-jährige Jubiläum der Münchhausen-Grotte, der „Tag des offenen Denkmals“ mit mehr als 300 Gästen und die Feier „100 Jahre Bismarckturm“, die unter großer Beteiligung der Bürger und mit einem Referat Kochs zur Entstehungsgeschichte des Turms begangen wurde.

Kassenwart Reiner Säger skizziert das finanzielle Engagement der „Gutshof-Freunde“, das sich auch 2013 auf mehrere Tausend Euro belief. Die größten Posten waren die Installation von weiterer LED-Beleuchtung und die Sanierung der Grotte. Nach der Dachreparatur war das Gebäudeinnere getrocknet und der Aufgang neu gestaltet worden. Und nachdem die riesige Fichte im Garten von Zahnarzt Handelsmann mit dessen Erlaubnis gefällt worden war, ist nun der Blick auch wieder frei von der „Schulenburg“ hinauf zu Münchhausens geliebter Grotte. Hier empfing er seine Jagdgesellschaften, erzählte er seine fantastischen Abenteuer.

Dem offiziellen Saisonstart geht am heutigen Freitag, 28. März, eine Feierstunde für geladene Gäste voraus. Hasso Neumann, künstlerischer Leiter des Schaumburger Kammermusikfestes, wird zum Thema „Vom ersten Herrensitz am Steinhuder Meer bis zum heutigen Familienoberhaupt Matthias Freiherr von Münchhausen“ sprechen. Im Foyer erwartet den kunstsinnigen Besucher ein echter „Leckerbissen“. Ausgestellt werden in den kommenden Monaten Münchhausen-Illustrationen von A. Paul Weber (1893-1980), einem bedeutenden deutschen Lithografen, Zeichner und Maler. Der in Schleswig-Holstein lebende und arbeitende Künstler hat unter anderem mehr als 200 Bücher illustriert: neben Münchhausen und Till Eulenspiegel auch den „Narrenspiegel“ von Hans Sachs und Goethes „Reineke Fuchs“.



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