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Mitreißender Abend mit Südstaatenblues und Folk-Rock

Bestechend anders

Buchhagen.Zwei Bands, ein prall gefüllter Saal – die Kulturmühle bietet das passende Ambiente für einen mitreißenden Konzertabend mit der Folk-Rock-Formation Tone Fish und dem Blues-Duo Deep Down South. Als Greg Copeland es sich mit Sonnenbrille und Lederhut auf seinem Stuhl bequem macht und mit rauer, starker Stimme ansetzt, tauchen die Blues-Liebhaber ein in die Welt des Südstaatenblues. An seiner Seite brilliert Martin Messing, der mit seiner Akustikgitarre eine ganze Band ersetzt, mindestens aber einen Schlagzeuger und einen Bassisten. Unglaublich, was der Vollblutmusiker aus seinem Instrument herausholt. Die Folk-Rock-Band „Tone Fish“ kommt auf den ersten Blick traditionell mit Gitarre, Schlagzeug, verschiedenen Flöten instrumentiert auf die kleine Bühne in der Kulturmühle. Wer nun typische irische Folk-Songs erwartet hat, wird überrascht, erlebt musikalische Vielfalt aus verschiedensten Quellen. Zwar werden Elemente aus irischer, schottischer und kanadischer Musik verarbeitet, dazu aber auch Songs von Julian Dawson, Amy Winehouse und der Band The Once aus Neufundland umgekrempelt und total neu interpretiert. So klingen „Englishman in New York“ von Sting und „Sailing to Philadelphia“ von Mark Knopfler mit voller Musik-Power nach Tone-Fish-Art bestechend anders. Eine Vorliebe hat das Quartett für Lyrik. Einige vertonte Gedichte stehen auf dem Programm. „I carry your heart“ klingt so rockig, dass Bandleader Stefan Gliwitzky selbst meint: „Man glaubt nicht, dass es ein Liebeslied sein könnte.“ Und wann hat man zuletzt einen vertonten Liebestext von Shakespeare gehört? Bei Tone Fish ist alles möglich.

veröffentlicht am 05.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

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Michaela Jaretzky glänzt als Sängerin mit kräftiger, ausdrucksstarker Stimme und greift auch hin und wieder zur Querflöte. Ganz viel Folk-Feeling bringt Udo Oppermann mit seinen verschiedenen Flöten ein, am Schlagzeug gibt Jochen Siepmann souverän den Rhythmus vor.

Und nicht zuletzt sorgt Bandleader Stefan Gliwitzky mit Gesang und Gitarre und unterhaltsamer sowie informativer Plauderei im Verlaufe des Abends für ein insgesamt gelungenes musikalisches Ganzes, das die Musikfans in der Kulturmühle rundum zufriedenstellt. kkü

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