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Mediziner dürfen Stunden aufstocken

Bessere Ärzteversorgung in Sicht

BODENWERDER. Das Thema hat bereits einen Bart: Mit Ärzten ist Bodenwerder nicht eben reich gesegnet. Nun verschärfte sich die Lage noch einmal: In knapp zwei Wochen schließt Kinderarzt Wolfgang Dieffenbach seine Praxis an der Großen Straße. Nun wird kurzfristig eine Ärztin abgestellt, weitere könnten folgen.

veröffentlicht am 02.06.2017 um 20:10 Uhr

Mit der ärztlichen Versorgung in Bodenwerder soll es nun aufwärts gehen. Foto: Erwin Wodicka/pr
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Von der ärztlichen Notlage erfuhr auch der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann. Daraufhin habe er sich an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KVN) mit der Bitte um eine schnelle Reaktion gewandt, heißt es nun in einer Pressemitteilung des Abgeordneten. Die Antwort kam demnach prompt: Als kurzfristige Maßnahme wird nun einer Ärztin, die nur über einen halben Vertragsarztsitz verfügt, die Genehmigung erteilt, im Umfang von 20 zusätzlichen Wochenstunden hausärztliche Patienten in Bodenwerder zu versorgen. Und diesem Beispiel können weitere Ärzte folgen: Dieses Angebot gelte auch für alle anderen umliegenden Praxen, sofern ein entsprechender Antrag gestellt wird. „Mit der Maßnahme kann kurzfristig für ein besseres Hausarztangebot gesorgt werden“, sagt Uwe Schünemann.

Bisher wurden von der KVN keine weiteren Arztstellen im Landkreis Holzminden genehmigt, da dieser Planungsbereich derzeit noch aufgrund des offiziellen Versorgungsgrades von 110 Prozent gesperrt ist.

„Jetzt wurde eine Lösung für den Raum Bodenwerder gefunden“, so Schünemann. Durch Teilung des Planungsbereichs können für den nördlichen Landkreis Holzminden weitere Hausärzte zugelassen werden. Zum 1. Oktober dieses Jahres würden nun zweieinhalb zusätzliche Arztstellen ausgeschrieben.

Derzeit besteht Hoffnung, dass dies tatsächlich zu schnellen Neuansiedlungen führt: Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung seien bereits Bewerbungen für anderthalb Stellen angekündigt.red/fh

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