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Bauern arrangieren sich mit „Land unter“

Bodenwerder/Hehlen (phi). „So ist das mit der Natur: Sie hält sich nicht an rechteckige Bewirtschaftungsflächen!“ Landwirt Eckard Gömann aus Hehlen sagt das ganz nüchtern. „Einen Hektar Gerste habe ich verloren.“ Das Weserwasser hat seine Saat erstickt, denn die eingesäte Fläche liegt in einer Senke. Das Hochwasser kann hier nicht ablaufen, „und Gerste verträgt nicht länger als eine Woche unter Wasser“.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:41 Uhr

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Bodenwerder/Hehlen (phi). „So ist das mit der Natur: Sie hält sich nicht an rechteckige Bewirtschaftungsflächen!“ Landwirt Eckard Gömann aus Hehlen sagt das ganz nüchtern. „Einen Hektar Gerste habe ich verloren.“ Das Weserwasser hat seine Saat erstickt, denn die eingesäte Fläche liegt in einer Senke. Das Hochwasser kann hier nicht ablaufen, „und Gerste verträgt nicht länger als eine Woche unter Wasser“.

Aber Bauer Gömann nimmt es gelassen: „Dieses Problem ist ja nicht neu. Alle Jahre wieder holt uns das Thema ein. Das ist natürlich ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend und kann jeden treffen, der Felder in der Nähe der Weser bestellt.“ Seine Gerste jedenfalls gibt er für dieses Jahr verloren.

„Ohnehin versuchen wir natürlich alle auf solch riskanten Flächen Mais anzubauen, denn der wird erst im Frühjahr gesät, dann ist die Hochwassersaison meist vorbei“, erklärt Falk Bormann-Gesterling, der mit seiner Familie kürzlich den elterlichen Hof in Kemnade übernommen hat. „Aber das geht natürlich nicht jedes Jahr, denn es gilt eine bestimmte Fruchtfolge einzuhalten, sodass es, wenn man Pech hat, immer vorkommen kann, dass eine Getreidefläche oder Raps in Flussnähe vom Hochwasser getroffen wird. Wir hatten in diesem Jahr allerdings Glück“, sagt er. Betroffen ist bei Gesterling lediglich eine Wiese, die, wie bei Gömann, in einer Senke liegt. „Hier muss das Wasser verdunsten oder versickern und das kann sich noch länger hinziehen“, erläutert der junge Landwirt.
 Die Bauern an der Weser sind also kampferprobt und haben sich mit den mitunter schwierigen Umständen in Flussnähe arrangiert. Manchmal trifft sie der hohe Wasserstand aber sogar zweimal im Jahr. „Einmal im Herbst, wenn es viel regnet und noch einmal früh im Jahr, wenn der Schnee schmilzt“, sagt Gesterling weiter. Kein Grund zur Beunruhigung aber für eine Berufsgruppe, die ohnehin von den Launen der Natur abhängig ist und über Jahre gelernt hat, damit auch zu leben.



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