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Doch sowohl Lienig als auch Schmidt sehen auf den Wahlpartys der Stichwahl mit Zuversicht entgegen

Auf vielen Gesichter lag etwas Enttäuschung

Bodenwerder (dy). Vermutet haben es die meisten – jetzt ist es Gewissheit: Am Sonntag, dem 25. April, müssen die Bürger in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle noch einmal zur Wahl gehen. Die gestrige Samtgemeindebürgermeister-Wahl hat für keinen der Kandidaten die absolute Mehrheit von 50 Prozent plus eine Stimme gebracht. Mit 3 095 Stimmen und 44,37 Prozent liegt Joachim Lienig (SPD) an der Spitze. Er wird jetzt zusammen mit Friedrich-Wilhelm Schmidt (CDU) in die Stichwahl gehen. Der CDU-Kandidat konnte 2 129 Stimmen und somit 30,52 Prozent erzielen.

veröffentlicht am 13.04.2010 um 21:57 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:21 Uhr

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Strahlende Gesichter gab es in den Reihen der Bündnis 90/Die Grünen. „Das ist ein klares Zeichen gegen die Ziegenfabrik“, deutete Christian Meyer den Erfolg der Grünen mit 13 Prozent und 907 Stimmen. In Polle bekam Christian Meyer 38 Prozent aller Stimmen. Allerdings wurde am Wahlabend Unmut darüber laut, dass in Polle anscheinend von Samstag auf Sonntag sämtliche Wahlplakate der CDU und SPD überklebt waren mit dem Hinweis „Abwählen“. Am Sonntagnachmittag dann sollen diese Aufkleber wieder entfernt gewesen sein.

Als Einzelbewerber erhielt Alfred Appel als Parteiloser 374 Stimmen (5,36 Prozent). 4,96 Prozent und 346 Stimmen erzielte Michael Zieseniß (UWG) und Klaus Vogt (Die Linke) konnte 125 Wähler (1,79 Prozent) überzeugen.

Bereits kurz nach 18 Uhr heftete die Verwaltungsfachangestellte Annegret Brennecke die ersten Auszählungen an die Pinwände auf dem oberen Flur im Rathaus. Die Kandidaten – außer Alfred Appel –, viele Parteifreunde und Bürger beobachteten aufmerksam die Zahlen und gegen 18.45 Uhr war eigentlich schon klar, dass es zu einer Stichwahl zwischen dem CDU- und SPD-Kandidaten kommen wird. Allerdings bis zum endgültigen Ergebnis verging noch eine ganze Stunde, denn die Auszählungen aus dem kleinen Ort Dohnsen fehlten und liefen erst kurz vor 20 Uhr im Rathaus ein. Woran das lag, wurde gestern Abend nicht erläutert.

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„Ich bin zufrieden, habe mein Ziel erreicht und bin in die Stichwahl gekommen“, sagte Joachim Lienig, nachdem das Ergebnis vorlag. Er sprach von einem fairen Wahlkampf, in dem jeder für sich gekämpft habe. „Ich bin guter Dinge, dass es in der Stichwahl klappt“, blickt der SPD-Samtgemeindebürgermeister-Kandidat diesem Termin positiv entgegen.

Mit Applaus empfingen die Parteifreunde Friedrich-Wilhelm Schmidt auf der Wahlparty im Parkhotel „Deutsches Haus“. Zwar konnte man auf vielen Gesichtern die Enttäuschung erkennen, aber Einigkeit darin, dass „nun angepackt werden muss“ herrschte bei allen. „Jetzt gilt es, unsere Wähler zu mobilisieren“, betonte Schmidt und zeigte sich optimistisch bezüglich der Stichwahl in zwei Wochen. „Wir werden uns ins Zeug legen und den Stimmenunterschied ausgleichen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Wiemann.

Zur Wahlparty hatte die SPD in das Hotel „Goldener Anker“ eingeladen. In geselliger Runde erhielt Joachim Lienig von allen Seiten Gratulationen, und man sicherte ihm weitere Unterstützung zu.

Während die einen schon feierten, hatten die Angestellten im Rathaus in Bodenwerder noch alle Hände voll zu tun – und müssen heute schon damit beginnen, die Wahlunterlagen für die Stichwahl am 25. April vorzubereiten. Vorausschauend haben gestern ja alle Wähler bereits ihre Wahlbenachrichtigung wieder mit nach Hause bekommen – und damit haben die Bürger es in den Händen, zu entscheiden, wer neuer Samtgemeindebürgermeister Bodenwerder-Polle wird. Beide Kandidaten hoffen auf eine gute Wahlbeteiligung, obwohl die Vergangenheit gezeigt hat, dass beim zweiten Mal weniger zur Wahlurne gehen.

Joachim Lienig (Foto oben, M.) stieß im Hotel „Goldener Anker“ mit den Sozialdemokraten an und im Parkhotel „Deutsches Haus“ prosteten die Parteifreunde Friedrich-Wilhelm Schmidt ( 5.v.r.) zu.Fotos: nls



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