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Projekttage in Hehlen bringen für die „Mama-Taxi“-Generation ganz neue Erkenntnisse

Auch zu Fuß kommt man zur Schule!

Hehlen. Die unübersichtliche Verkehrs- und Parksituation an Hehlens Grundschule hat über nunmehr knapp zwei Jahre schon mehrfach den Rat der Gemeinde beschäftigt. Der Schulelternrat hat die Politik aufgefordert, für die Sicherheit der Kinder im Verkehrsraum vor ihrer Schule zu sorgen. Es hat eine Verkehrsschau und zahlreiche Überlegungen zu baulichen Veränderungen gegeben. Immer mit dem Ziel, für die Kinder die Straße vor ihrer Schule sicherer zu machen.

veröffentlicht am 04.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Marina Fuchs
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Längst ist aber in Hehlen auch bekannt, dass es nicht zuletzt gerade durch den elterlichen Bring- und Holverkehr vor der Schule immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen kommt. Das Lehrerkollegium der Grundschule hat das jetzt zum Anlass genommen, den rund 70 Schülern der Klassen 1 bis 4 der Schule eine für viele bislang in Vergessenheit geratene Erkenntnis zu vermitteln: Man kann anstatt mit dem „Mama-Taxi“ auch zu Fuß zur Schule kommen!

Anlässlich des „Zu-Fuß-zur-Schule“-Tags veranstalten der Verkehrsclub Deutschland sowie das Deutsche Kinderhilfswerk jährlich vom 22. September bis zum 2. Oktober die Zu-Fuß-zur-Schule-Aktionstage. Dabei rufen sie Schulen dazu auf, sich daran mit Einzelprojekten, Projekttagen oder gar einer ganzen Projektwoche zu beteiligen. An drei Schultagen hat sich erstmalig vom 29. September bis zum 1. Oktober auch die Hehlener Grundschule für die Aktion starkgemacht. So lernten die Kinder unter Aufsicht den „Lauf-Bus“ kennen. Dazu fanden sich die Schülerinnen und Schüler an vier Haltestellen ein, um den Weg zur Schule gemeinschaftlich zurückzulegen. „Besonders die Erstklässler haben in diesen Tagen ihren Schulweg und die darauf befindlichen Gefahrenstellen besser kennengelernt“, meint Jessica Schütte. die das „Zu Fuß zur Schule“-Projekt geleitet hat: „Die ersten Tage waren schon ein großer Erfolg. Viele Kinder kamen zu den Haltestellen und hatten Spaß am Laufbus. Deshalb hoffen wir, dass es mit der Initiative von Eltern und der selbstständigen Organisation der Schülerschaft untereinander auch weiterhin die Möglichkeit geben wird, den Fußweg zur Schule mit dem Laufbus zurückzulegen“, meint die Pädagogin.

Und damit die Schüler auch gleich mitlernen, dass, anstatt sich fahren zu lassen, „zu Fuß zur Schule“ auch gut für die Gesundheit ist, standen außerdem drei Vormittage ganz im Zeichen von Gesundheits- und Verkehrserziehung. Zunächst arbeiteten die Schüler im Klassenverband zu projektorientierten Themen: Die Erstklässler übten, sicher über die Straße zu gehen, Klasse 2 lernte Aspekte einer gesunden Ernährung kennen. Und in der Klasse 3 wurde Gesundheitserziehung in einem Matheprojekt realisiert. So errechneten die Schüler beispielsweise, wie viel Zucker in unterschiedlichen Lebensmitteln steckt. Die Abschlussklasse der Grundschule Hehlen bereitete, ergänzend zum mitgebrachten Schulfrühstück, eine Obst- und Gemüse-Bedientheke vor, an der in den Pausen großer Andrang herrschte.

Des Weiteren fanden an zwei Tagen Workshops statt, in dem die Kinder in jahrgangsübergreifenden Gruppen beispielsweise zwei Bewegungsparcours absolvierten oder Pausenspiele ausprobierten. Und zwischen den Workshop-Tagen gab es eine Rallye durch Hehlen. Anhand von Fragen und Aufgaben erkundeten die Kinder so ihren Schulort – zu Fuß.

Und auch die Gemeinde Hehlen wird in Kürze etwas für die Sicherheit der Schüler tun. Wie Bürgermeister Harald Jacob ankündigt, werden neue Verbotsschilder das Parken vor der Schule während der Unterrichtszeiten künftig untersagen.

Die Abschlussklasse der Grundschule Hehlen bereitete eine Obst- und Gemüse-Bedientheke vor.



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