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Anrainer des Edersees protestieren heftig gegen Welle für die Weser

Bodenwerder/Scheid. Der Kampf ums Wasser ist nicht nur ein Phänomen in afrikanischen Dürrezonen: Die Anwohner des Ederstausees in Nordhessen wollen den Bodenwerderanern zu deren Lichterfest Ende nächster Woche keinen zusätzlichen Tropfen aus dem zur Neige gehenden Reservoir gönnen. Die Protestfront im Nachbarland hat sich formiert. Von Marc Fisser

veröffentlicht am 04.08.2011 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

Schiff
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Hitzig ist die Reaktion der Anrainer, nachdem das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Hannoversch Münden angekündigt hatte: „Talsperre rettet Lichterfest in Bodenwerder“. „Ich dachte, mich trifft der Schlag beziehungsweise es handelt sich um einen verspäteten Aprilscherz!!“, schreibt Harald Plünnecke, Bürgermeister der Gemeinde Vöhl, in einem Brief an das WSA. Die für den 13. August angekündigte Welle für die Weser gebe die Bewirtschaftung der Edertalsperre nicht her. Die Bundesbehörde solle noch einmal überlegen, „ob wirklich eine Abgabe für eine touristische Veranstaltung, die in Vaake, Veckerhagen, Oedelsheim, Lippoldsberg, Bad Karlshafen, etc. überall stattfindet, erfolgen muss. An einem Lichterfest hängt keinerlei Existenz, aber an den gewerblichen Betrieben in der Ederseeregion hängen viele Existenzen, zumal zahlreiche Gäste aufgrund des fehlenden Wasserstandes abgereist sind beziehungsweise gleich storniert haben.“

Von einem „Aufschrei der Empörung in der Region“ schreibt auch Reinhard Kubat, der Landrat von Waldeck-Frankenberg. „Dabei wird weniger die Tatsache als schockierend empfunden, dass der Pegel erneut abgesenkt wird, sondern der angeführte Grund. Die ,Rettung eines Lichterfestes‘ in Bodenwerder.“ Diese Begründung sei ein Schlag ins Gesicht für Hessens Tourismushochburg Nr. 1.

 

 

 

 

 

 

 



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