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Am Ostufer Teerreste im Untergrund gefunden / Aufwändige Sanierung notwendig

Altlasten durchkreuzen Umbaupläne

BODENWERDER. Eigentlich sollte alles zügig vorangehen am Ostufer: Noch in diesem Jahr, so hatte die Flußhotel GmbH gehofft, sollten die ersten der dort geplanten 16 Geschosswohnungen und zehn Einfamilienhäuser aus den Altbeständen der ehemaligen Feriensiedlung fertig gebaut sein. Doch: Es gibt erhebliche Probleme.

veröffentlicht am 19.06.2016 um 14:45 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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. Die Verhandlungen mit den ersten Kaufinteressenten liefen bereits, das bodenwerdersche Unternehmen MM Immobilien und die Sparkasse Weserbergland boten Wohneigentum in Bodenwerders neuem Wohnquartier an.

Doch jetzt machen Umweltsünden aus der Vergangenheit Käufern und Verkäufern erst mal einen Strich durch die Rechnung: Bohrungen in den Untergrund haben ergeben, dass Bereiche des Areals mit Altlasten kontaminiert sind: Beim Abriss der ehemaligen Gebäude der Firmen Reese Gebrüder und Karlbaum sind teerhaltige Materialien im Untergrund verklappt worden. Sie müssen jetzt an den betroffenen Stellen aufwendig bis auf 60 Zentimeter ausgekoffert und als Sondermüll abgefahren werden. Anschließend werden die Flächen mit Mutterboden wieder aufgefüllt, erklärt Günther Köhls, einer der Inhaber des einstmals als Ferienpark geplanten Geländes am Weserufer.

Rund 400 000 Euro wird die Bodensanierung nach Auskunft der Flusshotel GmbH jetzt erst noch einmal kosten, bevor der Landkreis seine Baugenehmigung für den Weiterbau der Einfamilienhäuser und der Eigentumswohnungen geben will. Derzeit laufen Verhandlungen mit der NBank Hannover. Die hat angekündigt, dass für eine solche Sanierungsmaßnahme 50 bis 60 Prozent verlorener Zuschuss möglich seien, so der Ostufer-Eigentümer.

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  • Rohbau Rehse Altersheim betreutes Wohnen
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  • Beim Abriss der Fabrik der Reese Gebrüder im Herbst 1989 wurde belasteter Bauschutt in den Untergrund eingebaut.
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  • Auch am Hotel-Rohbau, den die Rehse-Gruppe für betreutes Wohnen umfunktionieren will, herrscht derzeit Baupause. fotos: joa / Archiv
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  • Für den Fertuigbau der Häuser ist bereits ein Genealunternehmer gefunden worden.
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Denn auf den derzeit mit Büschen zugewucherten Areal sind außerdem noch Neubauten geplant – teilweise direkt auf den ehemaligen Firmengeländen. Schon aus diesem Grund, so Köhls, sei es richtig gewesen, hier Bodenanalysen vornehmen zu lassen. Denn während die Altlasten für nur befristet dort wohnende Feriengäste unbedenklich gewesen wären, hätten die verbuddelten Stoffe bei ständig dort lebenden Menschen bei Hautkontakt Allergien hervorrufen können, erklärt Köhls.

Grundsätzlich ist man bei den Ostufer-Eigentümern aber zuversichtlich, dass die NBank-Zusage noch in diesem Jahr kommt, und mit den Boden-Sanierungsarbeiten umgehend begonnen werden kann. Wie Köhls weiter mitteilt, hat die Flusshotel GmbH für den Endausbau der Rohbauten per Ausschreibung auch schon einen Generalunternehmer aus Bielefeld gefunden, der schnellstmöglichste Fertigstellung zugesagt hat. Sobald die Baugenehmigung von Landkreis vorliegt, solle der loslegen. Bei den Kaufinteressenten, so Köhls, sei die unverhoffte Bauverzögerung auf Verständnis getroffen. Sie wollen mit dem Einzug warten.



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