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Alte Allee in Brökeln geht in Flammen auf

Brökeln (phi/ul). Viel Holz vor der Hütte haben in diesen Tagen die Anlieger der Kemnader Straße in Brökeln. Birken, Linden und Walnuss, alter Baumbestand, wurden an der Ortsdurchgangsstraße Richtung Bodenwerder gefällt und die ehemals schattige Allee am Ortseingang ist nunmehr einer breiten Lichtung gewichen. Aber nicht allein die freie Sicht ist neu für die Anwohner, gewöhnungsbedürftig war vor allem die Entsorgung des Astwerks. In einer ganztägigen Aktion wurden die neun großen Baumkronen kurzerhand vor Ort verbrannt. In Kauf genommen wurde dabei eine enorme Rauchentwicklung innerhalb des Ortes, die das Aufbrennen frischen Grünschnitts unweigerlich mit sich bringt.

veröffentlicht am 03.09.2009 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

bäume
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Brökeln (phi/ul). Viel Holz vor der Hütte haben in diesen Tagen die Anlieger der Kemnader Straße in Brökeln. Birken, Linden und Walnuss, alter Baumbestand, wurden an der Ortsdurchgangsstraße Richtung Bodenwerder gefällt und die ehemals schattige Allee am Ortseingang ist nunmehr einer breiten Lichtung gewichen. Aber nicht allein die freie Sicht ist neu für die Anwohner, gewöhnungsbedürftig war vor allem die Entsorgung des Astwerks. In einer ganztägigen Aktion wurden die neun großen Baumkronen kurzerhand vor Ort verbrannt. In Kauf genommen wurde dabei eine enorme Rauchentwicklung innerhalb des Ortes, die das Aufbrennen frischen Grünschnitts unweigerlich mit sich bringt.
 Auf Anfrage berichtete Michael Buschmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Holzminden: „Die Bäume mussten gefällt werden, weil die alten Leitungen, die unter den Wurzeln der Bäume liegen, entfernt werden sollen und durch neue ersetzt werden.“ Die Untere Naturschutzbehörde habe der Maßnahme zugestimmt, weil durch die kommenden Straßenbauarbeiten die Wurzeln der gesunden Bäume so gefährdet werden, dass sie nach der Baumaßnahme nicht zu halten sein würden. Nach Abschluss der Straßensanierung werde eine neue Baumreihe aus Linden gepflanzt.
 Über das Verbrennen des Geästs war die Naturschutzbehörde vom zuständigen Tiefbauamt des Landkreises nicht informiert worden. „Das Verbrennen der Äste ist nicht in unserem Sinn, üblicherweise werden solche Abfälle zu Schnitzeln verarbeitet. Die Untere Naturschutzbehörde ist strikt gegen das Verbrennen von Holz, das ist nicht mehr zeitgemäß“, so Buschmann. Ähnlich sieht es auch Carl-Friedrich Standke, Leiter des Tiefbauamtes in Holzminden. Allerdings hat die Straßenmeisterei als Sachgebiet seines Fachbereiches dem Verbrennen des Astwerks zugestimmt, wie er zugibt.
 „Verbrennen ist eben die kostengünstigere Variante“, erläutert der Unternehmer vor Ort aus Coppenbrügge. Er lässt im Auftrag des Landkreises und mit Genehmigung des Ordnungsamtes Bodenwerder, das nach eigenem Bekunden „über den Umfang des zu verbrennenden Materials nicht in Kenntnis war“, das Astwerk in Flammen aufgehen.
 In Brökeln fragen sich Menschen derweil, ob im Stadtgebiet Bodenwerders seitens des Ordnungsamtes einer solchen Verbrennung ebenfalls zugestimmt worden wäre.
 Vor allem gibt ihnen aber Rätsel auf, wie das zügige Entzünden eines Feuers mit ausschließlich frischem Grünschnitt am frühen Morgen technisch wohl möglich gewesen war.

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