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Schüler der Grundschule Ottenstein stellen ihren eigenen Frischkäse bei Firma Petri her

Alles Käse an diesem Schultag

Glesse. Was passiert mit der Milch von Max’ Kühen? Um diese Frage zu beantworten, statteten Max und seine Klassenkameraden der vierten Klasse der Grundschule Ottenstein der Firma Petri einen Besuch ab. Denn jeden zweiten Tag fährt ein Milchwagen der Firma Petri auf den Hof von Max’ Familie in Glesse und holt frische Milch ab.

veröffentlicht am 19.04.2016 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

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Was mit der Milch geschieht, wollten sich die Schüler im Rahmen des Projekts „Zeitung in der Grundschule“ einmal genauer ansehen.

Bevor es in die Frischkäse-Produktion geht, heißt es: „Bitte alle OP-Kleidung überziehen“, wie Lehrerin Monika Rudolphi-Sporleder schmunzelnd bittet. Haube, Kittel und Schuhüberzieher gehören zum Standardoutfit der Molkerei-Mitarbeiter. Mit Stephan Ganswindt, Assistent der Geschäftsführung, laufen die Schüler zur Milchannahme. Im Umkreis von 50 Kilometern wird die Milch eingesammelt: „Sie stammt hier aus der Region“, betont Ganswindt. Bevor die Milch bei Petri in den Tank gepumpt wird, der sieben Lkw-Ladungen fasst, wird sie kontrolliert. Ist alles in Ordnung, dauert es 15 bis 20 Minuten, bis die Milch umgefüllt ist.

In der Molkerei wissen die Mitarbeiter ganz genau, wie viel Milch sich in welchem Tank befindet. Bei 4,4 Grad Celsius werden 58 735 Liter Rohmilch gelagert. „100 000 Liter würden reinpassen“, erklärt Ganswindt. Frederik fällt auf, dass die Tankanzeige variiert. „Wir haben heute Vormittag angefangen, Milch zu verarbeiten“, sagt der Molkereitechniker. Direkt hinter dem Kontrollraum wird die Milch erhitzt und bei fast 5000 Umdrehungen pro Minute gereinigt. In der großen Anlage, die aus vielen Tanks und Rohren besteht, wird die Milch in Sahne und Magermilch getrennt. „Petrella hat einen hohen Fettgehalt, damit er gut schmeckt“, betont Ganswindt.

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Und los geht’s: Die Schüler sind bereit zur Führung.

Nacheinander stecken die Kinder ihre Köpfe in die Tanks. „Der hier riecht besser“, sagt Lisanne. Aufgrund von Bakterienkulturen, die die Milch sauer machen, kommt aus dem anderen Tank ein säuerlicher Geruch. „Die Milch wird dadurch dick“, erklärt der Mitarbeiter. Der erste Schritt in Richtung Frischkäse. Probieren möchte das Zwischenprodukt allerdings keiner der Schüler. Das ändert sich schlagartig in der Käserei: Hier duftet es nach Paprika und Schnittlauch. „Die beiden Sorten verkaufen sich am besten“, erklärt der Molkereitechniker.

In der Käserei wird der Käse in Filtertücher gefüllt und hängen gelassen. Die Molke läuft raus. Ein Tuch fasst bis zu 30 Kilo Frischkäse; der muss per Hand abgespachtelt werden. „Das ist Schwerstarbeit“, erklärt Ganswindt den Umstand, das in der Käserei nur Männer arbeiten. Dafür wird das frische Gemüse überwiegend von Frauen geschnippelt. „Echte Handarbeit“, stellen die Schüler und ihre Lehrerin fest. Und wie die sich anfühlt, davon können sich die Kinder selbst überzeugen. „Ihr stellt jetzt euren eigenen Frischkäse nach traditioneller Art her“, erklärt Ganswindt. Bevor die Schüler Hand anlegen, wird ein Name ausgesucht: Aus der Milch von Max’ Kühen ist am Ende dieses ereignisreichen Schultages „Maxes Käse“ entstanden.kk



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