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Das Jugendzentrum in Bodenwerder öffnet nach Umstrukturierung erstmals wieder seine Türen

Alles auf Null: Neustart im Klex

Bodenwerder. „Heute ist ein Feiertag für die Jugendlichen“, freute sich Kreisjugendpflegerin Andrea Berger-Nowak. Friedrich-Wilhelm Dornette, Vorsitzender des städtischen Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses, sprach von einem ganz besonderen Tag, während Valmir Berisha im Namen der Jugendlichen hervorhob, wie sehr man das Jugendzentrum Klex doch vermisst habe. Die Zeiten der Ungewissheit, der verschlossenen Türen sind vorbei: Das Klex wird nun wieder regelmäßig geöffnet haben.

veröffentlicht am 30.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirche und öffentlichem Leben fluteten gestern zum feierlichen Neustart die Räume der Einrichtung, die Zahl der Jugendlichen hielt sich dagegen in einem überschaubaren Rahmen. Das Missverhältnis war durchaus gewollt: Man habe die Jugendlichen nicht mit einer von Reden geprägten Veranstaltung langweilen wollen und deshalb nur sehr gezielt eingeladen, hieß es. Leben sollen die Jugendlichen an anderen Tagen in die Einrichtung bringen.

Im Mittelpunkt: Stadtjugendpfleger Sebastian Kreplin. Der in Kirchbrak aufgewachsene 33-Jährige ist seit Mitte September im Amt, fungiert im Klex als Hausherr und soll die Jugendarbeit auf vielfältige Weise beleben, unter anderem als Netzwerker. So soll er im übertragenen Sinne Brücken bauen zu Vereinen und Verbänden, zur offenen Jugendarbeit, zu Streetworkern, Schulen und natürlich auch zur Politik. Als Jugendlicher war er selbst oft im Klex zu Gast und hatte nach eigenen Angaben schon vor 15 Jahren eine klare Vorstellung für seine Zukunft. „Deinen Job will ich später einmal machen“, habe er Jugenddiakon Heiko Zufall damals wissen lassen. „Und nun stehe ich tatsächlich hier“, so Kreplin.

Friedrich-Wilhelm Dornette erinnerte an die kritische Phase, als die jahrelange erfolgreiche Jugendarbeit in Bodenwerder plötzlich gefährdet schien. Dank des hohen Engagements aller Beteiligten sei es gelungen, einen Neuanfang im Klex zu konzipieren. Sein Dank galt der Kreisjugendpflegerin, die diesen Prozess wesentlich begleitet und durch fachliche Impulse gesteuert habe und die Jugendarbeit vor Ort auch weiterhin begleiten werde. Dornettes Dank galt ebenso dem Kirchenkreisamt Holzminden-Bodenwerder, dem es keineswegs egal gewesen sei, was mit der Jugendarbeit in Bodenwerder geschehe und das gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen gesucht habe. Besonders hob Dornette die Jugenddiakone Dierk Stelter und Heiko Zufall hervor. Sie hätten die Jugendarbeit in und um Bodenwerder über Jahre hinweg stark geprägt, mit ihrem unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Jugendlichen überaus positiv gewirkt. Sie hätten mit ihrer Arbeit die Jugend der Münchhausenstadt erreicht, vielen Halt und auch Wegweisung gegeben. Der Ausschussvorsitzende würdigte die finanzielle Beteiligung der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, ohne die eine offene Jugendarbeit, wie sie nun vorgesehen sei, nicht in diesem Umfang möglich wäre.

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Mit Rhythmus: Die Trommelgruppe der Münchhausenschule.

Dornette rief die empörten Reaktionen in Erinnerung, als über eine Schließung des Klex diskutiert wurde. Spätestens zu dem Zeitpunkt sei allen deutlich vor Augen geführt worden, dass offene Jugendarbeit unbedingt erforderlich sei. In diesem Zusammenhang hob er den engagierten Einsatz der Jugendlichen für die Fortführung der Jugendarbeit und für den Erhalt des Klex hervor. „Das war ein Stück gelebter Demokratie“, unterstrich der Ratsherr.

Bürgermeisterin Elke Perdacher motivierte Stadtjugendpfleger Kreplin, mit Fantasie und Freude initiativ zu werden, das Klex mit Leben zu füllen. Und sie rief dazu auf, die Arbeit im Klex finanziell oder durch Sachspenden zu unterstützen.

Der Appell blieb nicht ungehört: Marktbereichsleiter Carsten Möller von der Sparkasse Weserbergland überreichte einen Scheck über 5000 Euro. Weitere Sach- und Geldgeschenke brachten Andreas Klabunde vom SPD-Ortsverein Bodenwerder-Kemnade-Rühle, Pastor Günter Klein im Namen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bodenwerder-Kemnade, Rüdiger Schaper von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, Thomas Strebost von der Strebost-Stiftung und Katrin Huchthausen seitens der DLRG-Ortsgruppe Bodenwerder. Umrahmt wurde der Festakt von der Trommelgruppe der Münchhausenschule.

Die Öffnungszeiten im Klex: dienstags und donnerstags 15 bis 21 Uhr, freitags 15 bis 22 Uhr sowie jeden 1. und 3. Samstag im Monat 15 bis 22 Uhr. Montags und mittwochs ist das Klex geschlossen.



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