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Neuer Samtgemeindebürgermeister offiziell im Amt / Wolf: „Du wirst das schon meistern“

Ab heute sitzt Joachim Lienig im Chefsessel

Bodenwerder (dy). „Jetzt bin ich es, und so soll es sein“, sagte Joachim Lienig am vergangenen Freitag im Rathaus von Bodenwerder, wo der 52-Jährige offiziell die Erklärung unterschrieben hat, dass er das Amt des Samtgemeindebürgermeisters Bodenwerder-Polle antritt. Bei der Stichwahl am 25. April hatte der Sozialdemokrat 65,16 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Heute nun sitzt er als Neuer zum ersten Mal an seinem Schreibtisch im Rathaus.

veröffentlicht am 02.05.2010 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

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Es war ein emotional bewegender Moment, als Ernst-August Wolf seinem Nachfolger einen riesigen Schlüssel überreichte, der symbolisch den Eintritt für beide Rathäuser, Bodenwerder und Polle, darstellen sollte. „Ich verlasse mit absoluter Zufriedenheit diese Räume und weiß die kommenden Aufgaben bei meinem Nachfolger in sehr guten Händen“, sagte Wolf an seinem letzten Amtstag. Als ehemaliger Leichtathlet gab er Lienig mit auf den Weg: „Wenn es leicht wäre, hätte es sich nicht gelohnt anzutreten. Hürden sind dazu da, dass man sie überspringt – und auch mal auf die Nase fallen gehört dazu!“ Überzeugt von seinem Nachfolger betonte Wolf: „Du wirst das schon meistern.“

Sichtlich gerührt sprach der neue Samtgemeindebürgermeister von einem „Wechselbad der Gefühle“ in den vergangenen Wochen. Vor seiner Unterschrift im Rathaus hatte er vormittags noch Abschied von seinem Arbeitsplatz in der Jugendvollzugsanstalt Tündern genommen. „Nach 27 Jahren und vier Monaten kommt da schon ein wenig Wehmut auf“, gab Lienig zu. Aber nun soll es so sein, und das habe er ja bereits 2006 als sein politisches Ziel laut werden lassen. Selbstbewusst betont der neue Chef im Rathaus, dass er sich nie gescheut habe, Verantwortung zu übernehmen. Dankbar zeigte er sich über die vielfältigen Unterstützungen und er sei froh, dass Willi Bost noch bis Ende Mai mit ihm zusammenarbeite. Der zukünftige Pensionär Bost sprach auch davon, dass es kein leichtes Amt sei, das Lienig angetreten habe, denn „es muss zusammengeführt werden, was wir mit der Fusion begonnen haben“. Neben den politischen Aufgaben sei die Zusammenführung der beiden Verwaltungen sicher auch nicht einfach. „Du hast gute Leute, und die stehen Dir zur Seite“, sagte Bost. Als Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten und Vorsitzender des Städte- und Gemeindebundes begrüßte Friedel Mönkemeyer Lienig in seinem Amt und sicherte ihm auch seine Unterstützung zu. „Allerdings werden wir Hauptverwaltungsbeamten immer weniger, deshalb müssen die wenigen noch mehr zusammenhalten“, so Mönkemeyer, der noch bis Jahresende im Amt ist. Blumen brachte Landrat Walter Waske mit und sicherte Joachim Lienig die Unterstützung der Kreisverwaltung als Dienstleister im Hintergrund zu. Zum Schluss gab es einen kleinen Münchhausen-Anhänger von Wolf für Lienig. „Der hat sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf gezogen“, gab Wolf seinem Nachfolger mit der kleinen Figur symbolisch mit auf den Weg. Lienig konterte scherzend: „Ich habe auch Schuhgröße 45 wie Du, also passe ich in Deine Fußspuren und falle hoffentlich nicht in den Sumpf.“

Mit dieser Unterschrift nimmt Joachim Lienig offiziell sein Amt an (Foto links). Ernst-August Wolf (Mitte) übergibt im Beisein von Willi Bost (links) symbolisch einen Riesenschlüssel an seinen Nachfolger Joachim Lienig.

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