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Jahrelange Sperrfrist gibt es nicht

Über das Pflaster dürfte beraten werden

BODENWERDER. Als Provinz-Posse und Fall für Satire-Sendungen wird das Thema in Bodenwerder schon seit einiger Zeit gehandelt. 2019 könnte theoretisch wieder über das Pflaster in der Innenstadt debattiert werden. Ein jahrelanger Aufschub, etwa bis nach der nächsten Kommunalwahl, ist nicht vorgeschrieben.

veröffentlicht am 08.01.2019 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 08.01.2019 um 19:25 Uhr

Das holprige Pflaster in der Innenstadt ist nach wie vor für viele Bodenwerderaner ein Ärgernis. foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Das Pflaster in der Innenstadt von Bodenwerder ist ein Ärgernis für Viele. Nicht nur für die Besucher des Wochenmarktes, die besonders im fortgeschrittenen Alter mit dem Laufen auf der unebenen Fläche Probleme haben, und die Beschicker des Marktes, die ihre Waren über das holprige Pflaster rollen müssen. Auch, wer die Innenstadt nicht regelmäßig besucht, ärgert sich mittlerweile über das Pflaster. Mindestens deswegen, weil das Thema seit Jahren hochkocht, ohne dass etwas passiert. Als Provinz-Posse und Fall für Satire-Sendungen wird das Thema in Bodenwerder schon seit einiger Zeit gehandelt. 2019 könnte darüber theoretisch wieder debattiert werden. Ein jahrelanger Aufschub, etwa bis nach der nächsten Kommunalwahl, ist nicht vorgeschrieben.

Ich würde mir eine Löschung wünschen. Egal, wie sie aussieht. Hauptsache, es findet etwas statt.

Tanya Warnecke, Verwaltungschefin

Wie berichtet, ist die letzte Abstimmung über eine Änderung des Pflasters – zumindest im Bereich des Wochenmarktes – hin und her verlaufen. Zwischen Neu-Pflasterung (die von der SPD favorisierte Lösung) und Verfugung der Rillen (von der CDU befürwortet), konnte sich die Politik nicht entscheiden. „Patt beim Pflaster“ titelte unsere Zeitung schließlich im Juni vergangenen Jahres. Möglich ist das, weil sowohl SPD als auch CDU jeweils acht Sitze im Stadtrat haben. Das Zünglein an der Waage ist der FDP-Ratsherr Hauke Fickert, der sich der Stimme enthielt. Seine Begründung: Er wolle kein Geld ausgeben, dass die Stadt nicht hat. Während die Politik nicht vorankam, ärgern sich die Bodenwerderaner weiter. Das Thema kommt immer mal wieder hoch. Spätestens eben, wenn freitags Wochenmarkt ist.

Nach der letzten Beratung hieß es, dass neue Anträge laut Rats-Geschäftsordnung frühestens nach Ablauf von sechs Monaten gestellt werden könnten. Im Jahr 2019 könnte das Pflaster-Thema also wieder debattiert und entschieden werden. Dazu müsste die Politik allerdings anders abstimmen.

Für die Verwaltung findet Stadtdirektorin Tanya Warnecke Anfang dieses Jahres klare Worte: „Ich würde mir eine Lösung wünschen. Egal, wie sie aussieht. Hauptsache, es findet etwas statt.“ Sie habe nicht einmal mehr eine favorisierte Lösung, meint Warnecke. „Hauptsache, man einigt sich.“

Mein Standpunkt
Maike Lina Schaper
Von Maike Lina Schaper

Das Thema hat einen Bart – und zwar einen gewaltigen. Trotzdem kommt es immer wieder hoch. Warum? Weil die Menschen in der Innenstadt sich darüber ärgern. Für sie wächst kein sprichwörtliches Gras über das holprige Pflaster. Durch abwarten wird es nicht ebener. Wer durch die Stadt läuft, wird von seinen Füßen zwangsläufig daran erinnert – Ach ja, das holprige Pflaster...



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