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System „einfacher und gerechter“

170 000 Euro Einnahmen durch Tourismusbeitrag

BODENWERDER-POLLE. Seit diesem Jahr gibt es den Tourismusbeitrag in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle. Der Fremdenverkehrs- sowie der Kurbeitrag wurden abgeschafft.

veröffentlicht am 16.02.2018 um 13:44 Uhr

Die Mehrkosten im Bereich Tourismus entstehen in diesem Jahr unter anderem durch den Ausbau der Qualitätswanderwege. Foto: Solling-Vogler-Region
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Der zu zahlende Beitrag derjenigen, die direkt oder indirekt vom Tourismus profitieren, richtet sich nun nach dem Umsatz und nicht mehr nach Anzahl an Betten, Sitzplätzen und Verkaufsfläche. Auch die Gäste müssen keine Kurtaxe mehr zahlen. „Für uns Vermieter wird es gerechter und einfacher“, sagt Werner Dörries, zweiter Vorsitzender des Vereins „Freundliche Gastgeber im Weserbergland“. Gerechter, weil sie nicht mehr für Betten bezahlen müssen, die eh nicht belegt sind; einfacher, weil die Kurtaxe nicht mehr mit der Verwaltung abgerechnet werden muss. Die Gebührenbescheide möchte die Samtgemeinde im März verschicken. Wer wie viel Prozent seines Umsatzes an Tourismusbeitrag zahlen muss, ist in einer Tabelle auf der Homepage muenchhausenland.de erklärt. Wer eine Ferienwohnung vermietet und jährlich beispielsweise 10 000 Euro Umsatz damit macht, profitiert unmittelbar vom Tourismus und zahlt 0,98174 Prozent – was bei dieser Summe 98,17 Euro Tourismusbeitrag entspricht. Ein Eiscafé zahlt 0,61850 Prozent Tourismusbeitrag; hier gehen ja nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische Eis essen: Bei einem Jahresumsatz von 10 000 Euro sind dies 61,85 Euro.

Michael Helmig, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, rechnet mit 170 000 Euro an jährlichen Einnahmen durch den Tourismusbeitrag. „Vorher haben wir durch Fremdenverkehrs- und Kurbeiträge insgesamt 140 000 Euro eingenommen“, sagt er. Da die Samtgemeinde ab diesem Jahr jährlich 345 000 Euro und damit 25 000 Euro mehr an Aufwendungen für den Tourismus zu finanzieren hat, ist man auf die Mehreinnahmen durch den Tourismusbeitrag angewiesen. Alle Kosten werden dadurch aber noch nicht gedeckt. Mit weiteren 30 000 Euro aus anderen Erträgen komme man zwar insgesamt auf 200 000 Euro an Einnahmen; „die übrigen 145 000 Euro müssen wir selbst finanzieren. Auch die beiden Bäder, die aus einem anderen Bereich im Haushalt finanziert werden, werden von den Touristen genutzt“, so der Fachbereichsleiter. Die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle trage somit einen Großteil der Kosten, die im Bereich Tourismus anfallen, selbst. Doch wofür wird das Geld im Bereich Tourismus gebraucht?
131 800 Euro gibt die Verwaltung in diesem Jahr an Personalkosten für die Mitarbeiter im Tourist-Büro sowie in der Gästeinformation Polle aus.
108 900 Euro werden unter anderem für die Unterhaltung der Wege, das Münchhausen-Musical, den Kunst- und Kreativmarkt, das Barbecue-Event und für Werbung ausgegeben.
44 200 Euro zahlt die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle an Mitgliedsbeiträgen, zum Beispiel an die Solling-Vogler-Region und die Weserbergland-Touristik.
13 500 Euro fallen an Abschreibungen an.
Mit 47 000 Euro unterstützt die Verwaltung die heimischen Verkehrsvereine und damit auch Veranstaltungen wie beispielsweise das Rapsblütenfest. Zudem fließen Gelder in die Pflege der Weserpromenade, ans Münchhausen-Museum und die Burg Polle.

Die Mehrkosten entstehen in diesem Jahr unter anderem durch den Ausbau der Qualitätswanderwege. „Die wollen wir nach vorne bringen und uns damit neu positionieren“, so Helmig.



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