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Im Sommer sind viele Menschen aus dem Ausland in die Samtgemeinde gezogen

110 Neuanmeldungen in drei Monaten

BODENWERDER-POLLE. 110 Ausländer, sowohl aus der EU als auch aus anderen Teilen der Welt, sind in den Monaten Juni, Juli und August dieses Jahres in die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle gezogen. Die 70 männlichen und 40 weiblichen Neuanmeldungen, von denen aktuell noch 70 Bürger in der Samtgemeinde leben, seien „nicht ganz wenig“, wie Thomas Steffe, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, Bau- und Ordnungswesen bei der Samtgemeinde, erklärt.

veröffentlicht am 16.11.2017 um 17:29 Uhr

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Sprich: Ungewöhnlich hoch ist die Anzahl der Neuanmeldungen in diesen drei Monaten. Hinzu kommt, dass es zu Schuljahresbeginn an den Schulen im Landkreis Holzminden überraschend viele Neuanmeldungen von EU-Ausländerkindern gegeben habe, wie Landkreis-Sprecherin Marie-Luise Niegel mitteilt. „Im Juli hat es ein Treffen hier im Haus gegeben, bei dem die Situation erörtert wurde“, so die Landkreis-Sprecherin.

Von Problemen wie Sprachbarrieren, mangelnder Wertschätzung gegenüber Lehrern und dem Einsatz körperlicher Präsenz berichteten jüngst Lehrer aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Von großen Problemen an hiesigen Schulen hört man aber nichts. „Die Landesschulbehörde ist allerdings mit im Boot“, erklärt Niegel.

In den Ortschaften Heyen, Ottenstein und Dohnsen, in denen sich offenbar besonders viele EU-Bürger niedergelassen haben, klappt das Zusammenleben weitestgehend. „Natürlich ist es schwierig, in Kontakt zu kommen“, erklärt Bürgermeister Michael Zieseniß das Problem der Sprachbarriere. Allerdings gebe es in Heyen, so der Bürgermeister, eine aktive Bürgerschaft, die versuche, die neuen Bewohner ins Dorfleben zu integrieren und sie mit deutschen Gepflogenheiten vertraut zu machen. Dass man diese Menschen an gewisse Regeln gewöhnen müsse, weiß auch Manfred Weiner. Ottensteins langjähriger Bürgermeister sagt: „Man muss das den Leuten beibringen“. Er sucht daher das Gespräch mit den Zugezogenen: „Man muss mit ihnen reden.“ Probleme, die das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft verursachen können, sieht auch Halles Bürgermeister Axel Munzel nicht: In der Gemeinde Halle würden seit Jahren EU-Bürger aus verschiedenen Ländern wohnen, „die sich in der Regel gut integriert haben“. Dennoch bestätigt Zieseniß: „Die Großfamilien sind dann noch eher für sich“.kk

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