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Feuerwehr Kirchbrak geht neue Wege bei der Mitgliederwerbung

110 Löscheimer für die Bürger

Kirchbrak. „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann“ – das ist bei vielen Kindern auch heute noch einer der am häufigsten genannten Berufswünsche. Doch mit zunehmendem Alter ändern sich offenbar die Vorstellungen: Viele Feuerwehren klagen heute über Nachwuchsmangel. Klar ist, wenn der Notruf 112 gewählt wird, ist oft in kürzester Zeit die Feuerwehr mit ihren Einsatzkräften am Schadensort. Vielen Einwohnern ist aber offenbar nicht bewusst, dass diese Einsatzkräfte ehrenamtlich unterwegs sind. Das bedeutet, dass sie neben ihrem Beruf noch das Familienleben sowie den Bereich Feuerwehr unter einen Hut bringen müssen. Oft ist an den Einsatzstellen von Schaulustigen zu hören, dass die Feuerwehrleute doch sowieso ständig in den Gerätehäusern Dienst verrichten. Auf die Erklärungen, dass die meisten von ihnen bei einem Ernsteinsatz während des Tages erst von ihrer Arbeitsstelle zum Gerätehaus kommen, sich dort mit den Einsatzgeräten ausrüsten und dann oft schon wenige Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort erscheinen, stößt oft auf Verwunderung.

veröffentlicht am 29.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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Um einmal andere Wege zu beschreiten, haben sich die Verantwortlichen der Kirchbraker Wehr um Ortsbrandmeister Jens Heinemeyer zu einer besonderen Aktion entschlossen. Mit entsprechenden Informationen versorgt, haben sie 110 „Löscheimer“ in der Gemeinde Kirchbrak mit ihren rund 900 Einwohnern verteilt. Gezielt seien hier die Altersgruppen von 16 bis 60 Jahren ausgewählt worden. Sie alle wurden eingeladen, sich bei einer Info-Veranstaltung über das Thema Feuerwehr und die Mitwirkung als aktives Mitglied zu informieren. Obwohl kurz vor der Veranstaltung nochmals mit Flyern gezielt auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht wurde, waren nur sieben Interessierte erschienen. Über diese magere Resonanz zeigte sich Ortsbrandmeister Jens Heinemeyer enttäuscht. Gerade Schichtarbeiter, die zum Teil auch während des Tages zu Hause seien, sollten sich doch einmal überlegen, ob sie nicht den Weg zur Feuerwehr finden könnten, appellierte der Ortsbrandmeister. Ebenso sollten sich Frauen oder junge Mütter und Väter, die vielleicht durch die Kindererziehung derzeit nicht berufstätig sind, nicht scheuen, sich bei der Feuerwehr zu engagieren.

Bei einem Unternehmerehepaar stand sofort fest, dass sie unterstützend tätig werden wollen. Auch wenn ihnen durch ihre berufliche Tätigkeit wenig Zeit bleibe, sei es für sie selbstverständlich, die Feuerwehr zukünftig tatkräftig zu unterstützen. Auch solle weiterhin für die Mitarbeit in der Feuerwehr geworben werden.

Die Furcht vor „Horroreinsätzen“ versuchte der Ortsbrandmeister den Anwesenden zu nehmen. Der Dienst der aktiven Abteilung der Feuerwehr Kirchbrak findet jeweils einmal im Monat freitags von 19 bis 21 Uhr statt. Derzeit laufen Überlegungen, auf einen anderen Wochentag auszuweichen, da auch viele andere Veranstaltungen freitags stattfinden.

Ansprechbar für weitere Informationen sind neben Ortsbrandmeister Jens Heinemeyer (Tel. 05533/6268) alle Funktionsträger oder Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Kirchbrak.



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