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Für Bevollmächtigte der IG Metall stehen die Zeichen auf Arbeitskampf

„0,9 Prozent – das Angebot ist eine Frechheit“

Buchhagen. Mit viel Rückenwind können die Bevollmächtigten des Ortsvorstandes der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, Uwe Mebs und Mathias Neumann, die in den nächsten Jahren anstehenden Aufgaben angehen. Beiden Ortsvorständen wurde mit einem Ergebnis von 90,9 Prozent Zustimmung auf der Delegiertenversammlung im Gasthaus Mittendorf erneut das Vertrauen ausgesprochen. Dieser Rückhalt dürfte auch erforderlich sein, denn laut dem Ersten Bevollmächtigtem, Uwe Mebs, stehen in naher Zukunft die Zeichen auf Arbeitskampf: „Das Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde von 0,9 Prozent ist eine Frechheit angesichts unserer Forderung von 5 Prozent mehr Lohn.“ Auch die Rentenfrage und die Parität bei der Krankenversicherung müsse zukünftig wieder mehr im Sinne der Arbeitnehmer geregelt werden. Es könne nicht sein, dass die Beitragserhöhungen in der Krankenversicherung nur auf die Schultern der Arbeitnehmer geladen werden, während der Beitrag der Arbeitgeber unverändert bleibe. Auch die geplante Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent sei nicht hinnehmbar, da sonst in Deutschland flächendeckend Altersarmut drohe, so Mebs. Kurioserweise scheint jedoch bei diesem für die Gewerkschaften elementaren Punkt ausgerechnet Hilfe aus Bayern zu kommen. Denn der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer schlägt da in die gleiche Kerbe wie die IG Metall. Doch diesen Vorstoß kommentiert Mathias Neumann vielsagend mit einem „schaun wir mal“, denn zu oft wechsele der bayrische Ministerpräsident seine Meinung.

veröffentlicht am 18.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:44 Uhr

Autor:

Ralph Arndt-Stricker
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Während die DGB-Gewerkschaften in ihrem gesellschaftspolitischen Auftrag zur Erhaltung der sozialen Sicherungssysteme Seite an Seite gegen Politik und Arbeitgeber vereint sind, könnten sich bei der Integration hingegen neue Bündnisse mit den Arbeitgebern bilden. Denn der Fünfjahresplan der IG Metall zur Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben bestehend aus Sprachkursen, Ausbildung und Einstiegsqualifizierung, stößt auch bei den Arbeitgebern auf wohlwollendes Interesse. Die Migranten würden dabei keineswegs bevorzugt behandelt. Leider bestünden auch vereinzelt bei Mitgliedern der IG Metall Vorurteile. „Doch keiner steht da als Erster in der Schlange“, betont Mebs. Diese Qualifizierungsoffensive beziehe selbstverständlich Jugendliche und Langzeitarbeitslose mit ein. „Leider“, so berichtet Mathias Neumann, „hat es auch bei der IG Metall Austritte wegen der Flüchtlingshilfe gegeben“, die IG Metall spiegele eben einen Querschnitt der Gesellschaft wider.



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