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Erste Hilfe am Hund: Tierärztin Dr. Marion Robra gibt Tipps und erklärt, wie die Vierbeiner gesund leben

Zwischen Pulsmessung und Zahnpflege

BAD MÜNDER. „Smilla“ hält still, während ihr zum dritten Mal ein Verband am Fuß angelegt wird, und erträgt es geduldig, dass Fremde ihr Bein für die Pulsmessung anheben. Die 4-jährige Hündin kennt das Prozedere bereits – sie begleitet ihre Besitzerin, Tierärztin Dr. Marion Robra aus Barsinghausen, oft zu Erste-Hilfe-Kursen am Hund.

veröffentlicht am 25.05.2018 um 06:00 Uhr

Tierärztin Marion Robra (2.v.l.) erklärt, wie ein Verband am Fuß angelegt wird. Foto: jli
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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Am Mittwochabend waren die beiden auf Einladung der Rettungshundestaffel Weserbergland in Bad Münder zu Gast. „Die Kernfrage ist: Kann ich meinen Hund noch selbst versorgen und, wenn nicht, wie schnell muss er zum Tierarzt?“, sagt Robra und ist der Meinung: Am besten nie zu lange warten. Verhält der Hund sich apathisch und frisst nicht mehr, so sei das immer ein Notfall. Aus ihrer persönlichen Erfahrung berichtet sie aber auch von vielen Fällen, in denen die Besitzer erst sehr spät mit kranken Tieren kamen, oder einfach die Symptome nicht erkannt hatten.

„Hunde geben meist keine Schmerzenslaute von sich. Sie zeigen auf andere Weise, dass es ihnen nicht gut geht“, sagt Robra. So könnten Veränderungen im Verhalten – wie etwa keine Lust mehr zum Spielen, weniger Ausdauer beim Gassigehen oder eine angespannte Körperhaltung – auf Schmerzen und Krankheiten hindeuten. „Häufig wird das aber als Alterserscheinung oder ‚Macke’ eingestuft und nicht ernstgenommen“, sagt Robra und stellt klar: „Das Wichtigste ist, dass man lernt, den eigenen Hund zu lesen.“

Die Tierärztin erklärt, wie verletzte Tiere richtig behandelt werden. So können auch liebe Hunde, wenn sie verletzt sind und Schmerzen haben, zubeißen. Robra zeigt deshalb, wie eine Maulschlinge angelegt wird.

Regelmäßige Unterweisung
ist Pflicht für Hundestaffel

Dann dürfen die Mitglieder der Rettungshundestaffel und die Besucher selbst Hand an den Hund legen und ausprobieren, wie ein Hund richtig fixiert wird – auf die Seite legen und an den auf dem Boden liegenden Beinen festhalten – oder wo der Puls gemessen wird, nämlich zum Beispiel an der Innenseite des Oberschenkels. Auch das Anlegen eines Verbandes am Fuß wird geübt – die Teilnehmer lernen, dass es dabei wichtig ist, zwischen den Krallen zu polstern, damit sich der Hund nicht wundscheuert.

Für die Mitglieder der Hunderettungsstaffel ist die regelmäßige Übung in Erster Hilfe am Hund Pflicht. „Das gehört zur Ausbildung als Hundeführer für die Rettungshundestaffel“, erklärt der Vorsitzende Rüdiger Lohmann.



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