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Mitglieder diskutieren einen Tag lang Stärken und Schwächen

Wohin steuert die katholische Gemeinde?

Bad Münder. „Die Stärken liegen auf der Hand“, stellt Gabriele Viecens fest. Offenheit, eine engagierte Grundhaltung, die liturgische Gestaltung durch die Schola, der gut funktionierende Besuchsdienst – all das findet sich auf den grünen Zetteln an der Pinwand wieder. Gabriele Viecens vom Fachbereich missionarische Seelsorge beim Bistum Hildesheim ist zusammen mit ihrem Chef Dr. Christian Hennecke in die Münderaner St.-Johannes-Baptist-Gemeinde gekommen, um zusammen mit interessierten Gemeindemitgliedern einen Tag lang „neue Wege der lokalen Kirchenentwicklung“ zu diskutieren.

veröffentlicht am 20.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Christoph Huppert
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Rund 40 Gläubige, darunter auch viele Jugendliche, hören von den beiden Bistumsvertretern durchaus anerkennende Worte. In Bad Münder sei vor allem der Wunsch „sich auf den Weg“ zu machen, der „Impuls nach vorne“, besonders deutlich zu spüren, stellt Viecens fest. Doch auch die Seite mit den roten Zetteln füllt sich: Schwierigkeiten mit der Amtskirche, Profi-Theologie, zu enger Horizont, keine Projekte für Jugendliche, ist dort zu lesen. Der Grundkonflikt: Bei schwindenden finanziellen und personellen Ressourcen der Amtskirche sollen Gemeinden künftig zunehmend selbstständiger agieren, doch die Kontrollmechanismen der Amtskirche bleiben uneingeschränkt. „Eine gerade Pädagogen nicht unbekannte Erfahrung“, kommentiert Viecens. Lange Zeit sei man seitens der Amtskirche als „Lückenbüßer“ betrachtet worden, so die 64-Jährige, jetzt aber greife ein neues Bewusstsein.

Das findet seinen Ausdruck im Wunsch der Gemeindemitglieder, die Stärken der eigenen Arbeit vor Ort entschiedener zu fördern. „Wir möchten möglichst viele auf diesem Weg mitnehmen, wollen ein Team bilden, aber Gruppenbildung vermeiden, stattdessen Kreativität freisetzen“, erklärt Maria Ballmaier vom Pastoralrat.

Nach vorbereitenden Gesprächen ist die Resonanz auf das ergebnisoffene Diskussionsangebot überraschend gut, sind die Signale, die aus der Gemeinde ans Bistum gehen, deutlich. „Es ist heute hier kein ,Ihr solltest mal …‘ seitens der Amtskirche, sondern umgekehrt ein Fingerzeig der Gemeinde ans Bistum, wo positive Entwicklungen entschiedener gestärkt werden können“, fasst Gabriele Viecens zusammen.

Das Gotteshaus der Katholiken in Bad Münder – auch dort gibt es manche Unzufriedenheit mit der Amtskirche. hwk



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