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Dass ein Neubau kommt, ist so gut wie sicher – das „Wo“ muss geklärt werden

Wohin mit dem Feuerwehrhaus?

Bad Münder. Die Feuerwehr der Kernstadt braucht ein neues Feuerwehrhaus, das ist spätestens seit der Einbringung des Haushaltes mit einem großen Platzhalter für diesen Posten bekannt. Unklar ist bislang jedoch, wo das Gebäude errichtet werden soll. Mehrere Standorte sind im Gespräch – einer wird von der Feuerwehr favorisiert.

veröffentlicht am 06.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:19 Uhr

Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Ein guter Standort für ein Feuerwehrhaus muss eine ganze Reihe von Kriterien erfüllen. Zentrale Punkte sind die Lage, die Erreichbarkeit und das Platzangebot rund um das Gebäude. Und aus Sicht der städtischen Kämmerei ist auch ein weiterer Punkt von Bedeutung: Kann ein städtischen Grundstück genutzt werden, muss nicht zusätzlich zu den Baukosten Geld für einen Grundstückskauf aufgewendet werden.

Bei der Bewertung dieser Faktoren kristallisiert sich für die Feuerwehr ein Standort heraus, der zumindest von der Verwaltungsspitze nicht gleich abgelehnt wurde – der Schützenplatz an der Lindenallee. Er liegt direkt an der Bundesstraße 442 und der Langen Straße, ermöglicht die Anfahrt und Abfahrt über verschiedene Wege, bietet ausreichend Entwicklungsmöglichkeit und Parkraum und gehört der Stadt.

Für Stadtbrandmeister Carsten Koch wie für Ortsbrandmeister Uwe Behrendt ein idealer Standort, und auch eine Gutachterin der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) soll bei einer – nicht offiziellen – Besichtigung die Eignung des Standortes festgestellt haben. „Bevor der Standort allerdings festgelegt werden kann, brauchen wir eine offizielle Einschätzung durch die FUK“, sagt Behrendt. Er begrüßt die Entwicklung, schließlich brachte sein Antrag auf Überprüfung des bisherigen Feuerwehrgerätehauses den Stein ins Rollen. „Ich war nicht mehr bereit, meinen Kopf hinzuhalten. Wir haben jahrelang darauf hingewiesen, dass das bisherige Feuerwehrhaus den Vorgaben nicht mehr entspricht, doch nichts ist geschehen“, sagt der Ortsbrandmeister. Alleine 104 Alarme sei die Feuerwehr der Kernstadt im vergangenen Jahr gefahren. „Die Politik hat allein drei Jahre gebraucht, um über 15 Parkplätze für Einsatzkräfte der Feuerwehr zu entscheiden. Ich konnte nicht warten, bis die Politik von sich aus über das Thema Feuerwehrhaus entscheidet“, begründet Behrendt seine Entscheidung, die FUK einzuschalten.

Gedanken über die grundsätzlichen Erfordernisse eines Neubaus hat sich die Feuerwehr bereits gemacht – acht bis neun Hallen werden benötigt, um die Fahrzeuge einzustellen, dazu Umkleide-, Sanitär- und Schulungsräume. Andere Neubauten, etwa in Gehrden, haben sich Feuerwehrvertreter bereits angesehen, weitere sollen folgen, um gute Lösungen für Bad Münder übernehmen zu können.

In diese Richtung zielt auch ein Vorstoß der münderschen CDU-Ratsgruppe. Der stellvertretende Vorsitzende Peter Meyer betont, dass für die Ratsgruppe die Notwendigkeit eines Neubaus außer Frage stehe. Allerdings bereite die im Haushaltsentwurf veranschlagte Summe Kopfschmerzen. Kämmerer Marcus Westphal hatte rund vier Millionen Euro für einen Neubau eingeplant, dabei aber betont, dass die tatsächlichen Kosten wesentlich geringer oder aber auch höher liegen könnten. Meyer will mit seiner Ratsgruppe nun Feuerwehr-Neubauten in der Nachbarschaft besichtigen, um sich über Notwendigkeiten und architektonische Möglichkeiten, auch über den Finanzbedarf zu informieren.

Zum Auftakt soll das Feuerwehrhaus in Lauenau besichtigt werden. Das wurde 2010 fertig – für rund 750 000 Euro. „Ein reiner Zweckbau“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla. Errichtet wurde das Gebäude in Sandwich-Bauweise, nur der Sozialtrakt ist gemauert. Hudalla freut sich, dass der Lauenauer Bau das Interesse der Nachbarn weckt, gibt aber auch zu bedenken, dass die allgemeine Baukostensteigerung bei der Bewertung berücksichtigt werden müsse. Lauenau nutzte Gelder aus dem Konjunkturpaket II – als im Baugewerbe kaum Aufträge vorhanden waren.



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