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Horst Dey wird für sein Politik- und Sport-Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

„Wir sind sehr stolz auf dich“

Flegessen. Wie viel Horst Dey in seinem Leben bewegt hat, ist an der langen Reihe der Gäste abzulesen, die er begrüßt. Um niemanden zu vergessen, hat Dey sich einen „Spickzettel“ geschrieben. Rund 70 Besucher haben sich gestern Nachmittag im Hofcafé Flegessen zu Ehren des 76-Jährigen versammelt, um dabei zu sein, wenn er das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommt. Neben der Familie von Dey sind viele Weggefährten aus der Kommunalpolitik und dem FC Flegessen – die beiden Säulen seiner Ehrung – gekommen.

veröffentlicht am 21.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

von mira colic
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41 Jahre war Dey ununterbrochen Vorsitzender des FC Flegessen. 1947 war die Familie Dey nach Flegessen gezogen. Der damals neunjährige Horst spielte leidenschaftlich gerne Fußball. 1950 trat er in den FC ein. Nachdem er bis 1968 vier Jahre als Schriftführer fungiert hatte, übernahm er am 3. Dezember 1971 den Vorsitz – und sollte ihn bis zum 28. Januar 2012 nicht mehr abgeben.

„Ich möchte Ihnen für das gesellschaftliche und kommunalpolitische Engagement danken. Sie waren 40 Jahre beständig im Einsatz für die Menschen“, brachte es Landrat Tjark Bartels in seiner Ansprache auf den Punkt. Die Gesellschaft funktioniere nur wegen Menschen wie Dey, die sich mit „Herz und Verstand“ einbringen.

In seine Amtszeit brachte Dey die Fusion der beiden Flegesser Sportvereine TUSPO und FC Flegessen 1974 auf den Weg. Zehn Jahre später startete der Bau der Kleinsporthalle für den Verein und die Grundschule. Wie wichtig ihm die Belange der Kinder immer waren, zeigte auch das Engagement für den neuen Sportplatz, der 1995 eingeweiht wurde und näher an der Grundschule lag. Nur ein Jahr später wurde eine Fördergemeinschaft gegründet, die sich für den Bau einer größeren Sporthalle einsetzte. Es dauerte keine sieben Jahre, bis mit dem Bau begonnen werden konnte. Die Gesamtkosten von 570 000 Euro wurden von dem Förderverein und durch Eigenleistung vieler Mitglieder mit 317 000 Euro bezuschusst. Am 1. Juli 2005 – dem Geburtstag von Horst Dey – wurde die Sporthalle eingeweiht. Gestern gab er zu: „Als es um die Beschaffung des Geldes ging, hatte ich einige schlaflose Nächte.“

Diese Stationen und noch vieles mehr haben Flegessens Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak und FC-Kassierer Horst Womes für ihren Antrag zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dey zusammengetragen. Drei Seiten ist das Schreiben lang, das „seine herausragenden Leistungen zum Wohle der örtlichen Gemeinschaft“ beschreibt.

Neben dem Engagement in seinem Verein trat der Geehrte im Jahre 1981 in die Kommunalpolitik ein – „er hatte noch ein paar freie Minuten“, scherzte Landrat Bartels. Dey wurde in den Ortsrat Flegessen-Has-

perde-Klein Süntel und in den Rat der Stadt Bad Münder gewählt. „Im Ortsrat setzte er sich für das Gemeinwohl aller Bürger ein“, lobte Olejniczak. Im Rat war er im Ausschuss für Bildung und Soziales zuständig für den Bereich Bildung, Schulen – und natürlich seiner großen Leidenschaft, dem Sport.

Im September 2006 schied Dey aus dem Ortsrat und dem Stadtrat nach über 25 Jahren aus. Bereits 2001 wurde er mit dem Ehrenring der Stadt für 20 Jahre in der Kommunalpolitik geehrt. Außerdem gehörte der umtriebige Flegesser dem Wasserverband Süntelwald als Ausschussmitglied an. Das Erfolgsrezept seiner Arbeit sei, so Bartels, „viel Zeit und Arbeit zu investieren“. Auch Bürgermeister Hartmut Büttner, der Dey vor Jahrzehnten als Auszubildender bei der Stadt Hameln kennengelernt hat, schloss sich den Glückwünschen an: „Dein Leben hat Vorbildcharakter.“

Obwohl er jetzt kürzer trete, „wird er mit seiner langjährigen Erfahrung weiter im Ort mitmischen“, ist sich Horst Womes sicher. An Deys Seite ist seine Lebensgefährtin Heidelies Peter, die ihm „für 20 schöne Jahre dankte“. Die Nachfolge beim FC Flegessen hat Dey in vertrauensvolle Hände gelegt: Seine Nichte Claudia Mildenberger gehört dem Vorstand an. Sie machte es kurz: „Wir sind sehr stolz auf dich.“



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