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So läuft es mit dem Umbau des ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Gebäudes / Ab September findet dort wieder Unterricht statt

Wenn eine Schule umzieht

Bad Münder. 45 Minuten braucht man, um schnellen Schrittes einen Blick in alle 137 Räume der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule (HWK) zu werfen, 700 Meter und 250 Stufen legt man dabei zurück. Eine etwas kleinere Runde hatte Hans Goldkamp, technischer Leiter bei der Kreissiedlungsgesellschaft Hameln-Pyrmont, für die jüngste Begehung geplant. In 60 Minuten gab er Politik und Verwaltung einen Überblick darüber, wie es am Bau so läuft.

veröffentlicht am 23.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

Autor:

Mira Colic
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Es soll alles klappen, zeitlich pünktlich fertig werden: Alle Maßnahmen liegen im Zeitplan. Kämmerer Marcus Westphal ist positiv gestimmt, dass der Bau planmäßig abgeschlossen werden wird. „Es wurde schon ganz viel geschafft, und auch wenn wir noch einen weiten Weg vor uns haben, schließlich liegen noch vier Monate Bauzeit vor uns, glaube ich, dass wir rechtzeitig fertig werden.“

Um das Budget zu schonen, werden bei den Arbeiten vorhandene Materialien, soweit es ihr Zustand zulässt, erhalten. Das gilt für Fenster, Heizkörper, Decken und Böden. In der großen Aula der Schule waren ursprünglich kaum Maßnahmen geplant – bis auf das Verlegen neuen Parketts auf der Bühne. Doch auch hier hat der Brandschutz den Planern einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir haben vom Bauamt die unerwartete Auflage bekommen, eine zusätzliche Brandschutzdecke einzuziehen“, erläutert Goldkamp. Diese soll den Feuerausschlag in den darüberliegenden Verwaltungstrakt verhindern.

In einem bereits fertigen Klassenraum konnten sich die Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter einen ersten Eindruck verschaffen. Dort hängen auch schon die neuen Deckenleuchten, die für die in Klassenzimmern empfohlene Beleuchtungsstärke von 500 Lux sorgen.

In einem Jungen-WC im 1. Obergeschoss wird das Farbkonzept deutlich. Alle Trakte erhalten ihre eigene Farbe, sodass auch in jedem WC eine Wand in diesem Ton gefliest ist. „Später sollen auch alle Türen mit dieser Farbe umrandet werden, um den Schülern zu signalisieren, in welchem Trakt sie sich befinden“, erläutert Westphal. Ausgewählt wurden orange, grün, blau und gelb. „Wir haben so, wie wir finden, ein gutes Orientierungssystem geschaffen und gleichzeitig für eine bunte Grundschule gesorgt“, so der Kämmerer.

„Und auch der Inklusion steht nichts im Wege“, betont Goldkamp. Die HWK verfügt über einen Fahrstuhl, der geprüft und einsatzbereit ist, der Haupteingang soll eine Rampe erhalten, neben dem Schulkindergarten ist ein bereits vorhandenes Behinderten-WC normgerecht hergerichtet worden und verfügt jetzt über eine ebenerdige Dusche.

Und auch ein Blick in die Mensa wurde geworfen: Durch zwei Leichtbauwände, die eingerissen wurden, ist ein 143 Quadratmeter großer Raum entstanden, der 120 Schülern Platz zum Mittagessen bietet. Je nach Anmeldezahlen soll das Essen in zwei Durchgängen ausgegeben werden.

Als Letztes führt die Besichtigung in den Trakt L – den Bereich am Laurentiusweg, der für außerschulische Zwecke genutzt werden soll. Ein eigener Eingang soll entstehen, „aber den Durchbruch machen wir erst“, betont Goldkamp, „wenn die Türen danebenstehen“. Man habe schon genügend Probleme mit Vandalismus: „Hier passiert immer irgendwas.“ Neben der Awo ist im Erdgeschoss dieses Traktes noch die Stadtbücherei in einem 150 Quadratmeter großen Raum untergebracht. Zum Bauablauf erklärt Goldkamp: Wir konzentrieren uns auf die Räume, die von der Grundschule gebraucht werden. Dort soll schließlich der Unterricht nach den Sommerferien starten können.



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