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Acht Sängerinnen des Mädchenchors Hannover zu Gast in der „Besinnlichen Stunde“ in St. Nicolai in Bakede

Von Klosterfräulein und Soldatenbraut

Bakede. Der „Mädchenchor Hannover“, das ist ein Name, der in Sachen Chormusik allerhöchste Qualität verspricht. Kein Wunder also, dass die Plätze in der altehrwürdigen Bakeder St.-Nicolai-Kirche bei der „Besinnlichen Stunde“ nahezu voll besetzt waren. Eingeladen hatte der mündersche Verein Forum Glas mit Unterstützung der Kirchengemeinde, organisiert hatte die gut einstündige Chormusik Heinrich Dreyer.

veröffentlicht am 28.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Christoph Huppert
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Mit dem A-cappella-Konzert wird die vom unlängst verstorbenen Dr. Jürgen Borghardt begründete Konzertreihe wieder aufgenommen. Forum Glas- Vorsitzender Hermann Wessling: „Borghardts Grundgedanke war, dass in der dunklen Jahreszeit, wenn die Glaskunstausstellung mit den Kabinettscheiben nicht geöffnet ist, eine Folge von Musikveranstaltungen die Besucher in die Kirche und die Ausstellung holt.“ Die Fortführung der Reihe hat sich dabei als großer Erfolg erwiesen. Mit einem ausgewogenen Programm von sakralem wie weltlichem Chorgesang trafen die acht jungen Damen rundum den Geschmack der Besucher.

Zu hören war neben André Caplets „Sanctus“, Regers „Danksaget dem Vater“ oder Pendereckis „Benedictus“ auch klassisches Liedgut wie Schumanns „Klosterfräulein“, seine „Soldatenbraut“ und der „Jäger Wohlgemuth“, Brahms’ bekanntes „Wenn ich ein Vöglein wär‘“ antizipierte gar Frühlingsstimmung, und Hilleruds eingängiges „Värmlandvisan“ setzte einen volksliedhaften Akzent.

Ganz nebenbei erwies sich das Bakeder Kirchenschiff als durchaus passabler Klangraum. Mareike Zorko singt zweiten Alt und kommentierte: „Für uns als A-cappella-Oktett ist das genau der richtige Raum, was die Akustik angeht.“

Zwar erschien dem einen oder anderen Besucher das Programmtableau etwas arg konservativ, und in der Tat hätte eine aktuellere Programmgestaltung gutgetan, dennoch dankte das Publikum mit anhaltendem Applaus. Schließlich wohnt Liedern wie dem „Klosterfräulein“ oder „Die „Müllerin“ noch immer ein erheblicher Zauber inne. Vor allem, wenn sie so brillant und charmant vorgetragen werden.



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