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Mehrheit der Fraktionschefs spricht sich für ehemalige Kopf-Schule als neuen Grundschul-Standort aus

Umzug mehr als nur wahrscheinlich

Bad Münder. In den nächsten sechs Wochen wird jedes Treffen der münderschen Kommunalpolitiker von einem Thema bestimmt werden: Der Frage, ob die Grundschule Bad Münder an ihrem jetzigen Standort an der Kellerstraße verbleibt oder in die ehemalige Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule (HWK) zieht. Die Entscheidung soll am 6. März im Rat fallen – oder ist das bereits passiert?

veröffentlicht am 20.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

von mira colic
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Dies konnte man zumindest den Worten des Fraktionschefs der Grünen, Helmut Burdorf, auf der Info-Veranstaltung der Stadt zu dem Thema entnehmen. „Wir werden dann so entscheiden, wie es Bürgermeister Büttner gerade vorgestellt hat“, fand Burdorf deutliche Worte, die für Unruhe unter den Zuschauern sorgten. Stimmen wurden laut, die eine Verschiebung der Entscheidung forderten. „Sie treffen im Rat auf taube Ohren, wenn sie eine Vertagung wollen, die Ratsmitglieder werden langsam ungeduldig“, erklärte der Grüne. Man müsse in Sinne der ganzen Stadt handeln und die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, sowohl was die Finanzen als auch die Flächen angehe.

Für die HWK-Lösung spreche zudem, dass die Stadt mit Erlösen für die Gebäude an der Keller- und Wallstraße rechnen könne. „Ich gebe Ihnen Brief und Siegel, wenn wir die HWK jetzt nicht übernehmen, bleibt dort auf Jahre eine Ruine oder der Komplex wird abgerissen, und dort entsteht etwas, was niemand möchte“, so Burdorf. Herrscht also tatsächlich allgemeiner Konsens zwischen den Fraktionen?

Wenn es nach Hans-Ulrich Sigmund (CDU) geht, lautet die Antwort klar und deutlich „Ja“. Er habe die Gespräche auch im Kreistag bereits seit eineinhalb Jahren begleitet und ist der festen Überzeugung: „Es ist der richtige Schritt für die Zukunft Bad Münders“. Der Umzug der Grundschule würde „mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, was beispielsweise die Jugendmusikschule und die Kunstwerkstatt betreffe. Außerdem würde es das Problem der fehlenden Turnhalle in der Stadt lösen – und das bei geringfügig höheren Kosten.

Ein „positives Signal“ habe sein Kollege Burdorf da gesetzt, findet auch Helmuth Mönkeberg, Chef der Pro-Bürger-Fraktion: „Wenn man sich die Zahlen in aller Ruhe – und frei von Emotionen anschaut –, ist die Entscheidung für den Umzug richtig.“ Natürlich auch unter dem Gesichtspunkt, sich angesichts Ganztagsbeschulung und Inklusion für die Zukunft vernünftig aufzustellen. „Allerdings“, auch das macht Mönkeberg deutlich, „ist die Entscheidung noch nicht gefallen.“

Von einem Konsens könne keine Rede sein, sagt Rolf Wittich (SPD). In welche Richtung die Meinungen in seiner Fraktion tendieren, möchte er vor der Klausurtagung am 25./26. Januar nicht äußern. Als „Hausaufgabe“ für jenes Wochenende soll jedes Mitglied eine Liste mit den Vorteilen und Risiken für die Standorte an der Kellerstraße und der HWK erstellen.

Die Kritik der Bürger, man habe sie zu lange nicht über die Pläne informiert, kann Wittich nicht nachvollziehen: „Die letzte Kostenschätzung wurde den Ratsmitgliedern erst im November mitgeteilt. Es hätte deswegen keinen Sinn gemacht, früher an die Öffentlichkeit zu gehen.“

Helmut Burdorf (Grüne, li.) polarisiert mit seiner Meinung auf der Info-Veranstaltung der Stadt. col



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