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Café war nur der erste Schritt / Verein möchte beim Landessportbund Fördermittel beantragen

TuSpo setzt auf sportliche Integration

Bad Münder. Das Integrationscafé, das die TuSpo Bad Münder im vergangenen Monat ins Leben gerufen hat, soll nur der erste Schritt gewesen sein. Die Mitglieder um ihren Vorsitzenden Helmut Burdorf wollen noch viel mehr tun im Sinne der Integration. Doch wie meist ist es auch eine Frage des Geldes, wie viel der größte Sportverein der Stadt leisten kann. Fördermittel des Landessportbundes (LSB) Niedersachsen sollen helfen.

veröffentlicht am 28.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

Autor:

Mira Colic
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„Bisher haben wir nur Ideen gesammelt und über Möglichkeiten diskutiert“, erklärt Burdorf. Nun sei man aber dabei, ein Konzept mit einer Zwei-Jahres-Perspektive zu entwickeln, um sich für eine Förderung zu bewerben. Gebraucht werden mehrere Tausend Euro, so Burdorf. „Integration durch Sport“ heißt das Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes. Es wird auf Landesebene eigenverantwortlich vom Landessportbund Niedersachsen umgesetzt, der die Sportvereine, Netzwerkpartner und freiwillig Engagierten in ihrer Integrationsarbeit konzeptionell, planerisch und organisatorisch unterstützt.

Vorstellen könne sich Burdorf auch eine Vernetzung mit anderen Vereinen. Diese sei aus praktischen Gründen schon notwendig, „weil wir ja gar nicht alles anbieten“. Dabei denkt der Vorsitzende zum Beispiel an Schwimmkurse beim SC Bad Münder oder an die Bauchtanzgruppe, die beim DRK-Ortsverein angeboten wird. „Wir müssen auch in Betracht ziehen, dass es unter den Asylbewerbern viele Frauen gibt, die sich nie beim Sport vor Männern zeigen würden.“ Da würden etwa die Räume im Obergeschoss des TuSpo-Vereinsheims Schutz bieten.

Die Teilnahme der Kinder an Kursangeboten werde, so die Hoffnung Burdorfs, wohl durch das Bildungs- und Teilhabepaket getragen werden. „Mittlerweile ist dieses Finanzierungsmodell für sozial schwache Familien mit seinem komplizierten Antragsverfahren für uns schon Routine“, so Burdorf.

Doch nicht nur fehlendes Geld, sondern auch der Mangel an qualifizierten Übungsleitern und Trainern mache eine Ausweitung des Kursangebotes schwierig. Dabei würde man gerne Fußball anbieten, die C-Jugend sei jedoch total überlaufen. Gerade für das Nachmittagsangebot sei es schwierig, Trainer zu finden. „Aufgrund von Beruf oder Lehre ist es zu diesen Zeiten, wenn die jüngeren Kinder die Angebote wahrnehmen könnten, eben schwierig“, weiß Burdorf. Eine mögliche Lösung, mit der salopp gesagt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden würden, sei die Fortbildung von Asylbewerbern zu Übungsleitern.

Und so erfolgreich das Café bereits angelaufen sei, sieht der 62-Jährige noch Potenzial, sowohl bei den Asylbewerbern als auch bei den Einheimischen.

Termin: Das Integrationscafé im TuSpo-Vereinsheim ist freitags von 15 bis 17 Uhr geöffnet – auch während der Sommerferien.



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