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16 Monate nach dem Rücktritt des alten Vorstands zieht der Verein eine erste Bilanz

TuSpo in ruhigerem Fahrwasser?

Bad Münder. Im Herbst 2013 war es bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der TuSpo Bad Münder zum großen Eklat gekommen. Bei dem Thema Beitragserhöhung hatten sich die Mitglieder mit dem Vorstand soweit überworfen, dass die komplette Riege um den Vorsitzenden Dieter Reckler im Anschluss ihren Rücktritt erklärte. Helmut Burdorf ist seit nunmehr 16 Monaten neuer Vorsitzender des größten Sportvereins der Stadt. Ist es ihm und seinem Vorstandsteam gelungen, die TuSpo trotz schwieriger werdender Bedingungen und dem Austritt einer ganzen Abteilung in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren?

veröffentlicht am 10.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

Autor:

Mira Colic
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„Ich glaube ja“, sagt der Vorsitzende. Zumindest die Mitglieder seien wieder im Reinen miteinander. Und das Verhältnis der meisten Abteilungen zum Vorstand – in der Vergangenheit laut Burdorf sei dieses sehr angespannt gewesen – sei besser geworden. Dennoch verhehlt der 62-Jährige nicht: „Die TuSpo hat einige große Baustellen zu bewältigen.“

Eine davon sind die Schulden des Sportvereins, einer der Gründe für die Querelen, die damals zu dem Streit geführt hatten. Ende 2013 sei der Verein faktisch pleite gewesen. Nach wie vor ist die TuSpo in den roten Zahlen, eine erneute Beitragserhöhung soll es jedoch nicht geben, sagt Burdorf. Die TuSpo möchte andere Wege gehen, um neue Einnahmequellen zu finden. „Wir brauchen mehr Mitglieder und auch Sponsoren“, erklärt Burdorf, „und natürlich müssen wir Ausgabendisziplin wahren.“

Dem letzten Vorstand wurde die Entlastung nicht erteilt, die Kasse weise Unstimmigkeiten auf, so der Vorwurf damals. Daran rühren wolle man jedoch nicht weiter. Man wolle nach vorne schauen. „Wir müssen auch zusehen, dass wir die Kosten für das Jahn-Stadion nicht länger alleine tragen.“ So müsse die Laufbahn grundsaniert werden. Und nicht nur Geld stecke der Verein dort hinein, sondern auch gigantische Arbeitsstunden. „Das können wir nicht kostenlos stemmen, schließlich wird das Stadion von vielen anderen auch genutzt. Und das kostenfrei.“ Es müsse ein ähnliches Modell wie bei den Hallennutzungsgebühren geben, so Burdorfs Vorstellung.

Eine weitere Herausforderung für die Mitglieder ist der bevorstehende Abriss der ehemaligen HWK-Sporthalle, die zum großen Teil von der TuSpo genutzt wird. Dort soll im Rahmen des Umzugs der Grundschule Bad Münder eine neue Halle gebaut werden (wir berichteten). „Es wird übergangsweise Veränderungen bei den Hallennutzungszeiten geben“, ist Burdorf überzeugt. Man sei bereits in Gesprächen mit der Stadt, die die Federführung bei den Verhandlungen mit den Vereinen übernehmen soll. Für die Erwachsenen-Kurse sei es noch leichter, Ausweichmöglichkeiten in den Ortsteilen zu finden, „aber wir können die Kinder nicht aus der Kernstadt schicken“. Burdorf treibt die Sorge, dass die Kurse, sollten zu viele aufgrund des Abrisses und Wiederaufbaus ausfallen, nicht wieder auferstehen.

Die Jahresversammlung der TuSpo findet am Donnerstag, 16. April, in der Gaststätte „Am Stadion“ statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.



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