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Drei Festnahmen: Eine Frau und zwei Männer unter Verdacht

Tresorknacker in Autowerkstatt

Eimbeckhausen. Nach einem Einbruch in die Kfz-Werkstatt des Autohauses Schmidt an der Hauptstraße in Eimbeckhausen haben Fahnder am späten Dienstagabend drei verdächtige Personen in Tatortnähe vorläufig festgenommen. Bei dem mutmaßlichen Tresorknacker-Trio handelt es sich um eine Frau (29) und zwei Männer (30, 32) aus dem Nachbar-Landkreis Schaumburg und aus der Region Hannover. Der 32-Jährige soll bereits wegen Körperverletzung und Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten sein.

veröffentlicht am 22.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:43 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Um 22.45 Uhr war bei Inhaber Andreas Schmidt der Alarm aus seiner Firma aufgelaufen. Der 51-jährige Kraftfahrzeugmeister setzte sich sofort in seinen Wagen, um die Lage zu erkunden. Vier Minuten später erreichte er sein Betriebsgelände. Vorsichtig pirschte sich der Unternehmer in Begleitung seines Schäferhund-Dobermann-Mischlings „Pascha“ heran – bereits am Abend des 16. Dezember hatte er auf diese Weise in seiner Kfz-Werkstatt Einbrecher auf frischer Tat ertappt. „Ich habe zunächst Geräusche gehört. Dann sah ich dunkle Gestalten“, erzählt er.

Schmidt wählte sofort den Notruf 110. Wenige Sekunden, bevor die ersten Streifenwagen den Tatort erreichten, kletterten die Einbrecher aus einem Toilettenfenster auf der Rückseite und tauchten in der Dunkelheit unter. Starke Polizeikräfte umstellten zwar noch das Gebäude, die Täter waren da allerdings schon über alle Berge. Wie schon im Dezember dürften die Kriminellen über Zäune gesprungen und durch die Gärten und die Feldmark gelaufen sein.

Während der Fahndung seien seine Kollegen auf ein an der Fritz-Hahne-Straße abgestelltes Fahrzeug gestoßen, berichtet Kriminalhauptkommissar Jürgen Keller, Leiter des Kriminal-Ermittlungsdienstes in Bad Münder. In dem Auto saßen die Verdächtigen. Um 23.13 Uhr, also knapp eine halbe Stunde nach dem Einbruch, klickten bereits die Handschellen. „Wir haben Einbruchwerkzeug sichergestellt“, sagte Keller. Die Verdächtigen hätten die Tat bestritten.

Die Spurensuche ergab, dass die Einbrecher ein Fenster aufgebrochen hatten und sich im Büro für einen Standtresor interessiert hatten. Der 750 Kilogramm schwere Panzerschrank, in dem Schmidt lediglich die Fahrzeugpapiere seiner Kunden aufbewahrt („Dort sind sie auch vor Feuer geschützt“), war bereits bewegt worden. Er sollte mit einer Sackkarre abtransportiert werden.

Die Polizei prüft derzeit, ob das Trio auch für andere Einbrüche infrage kommt. Am 16. Dezember hatten Einbrecher in Schmidts Autowerkstatt versucht, den Tresor aufzustemmen. Seinerzeit gelang den Tätern die Flucht. Auch die Besatzung eines Polizeihubschraubers konnte sie nicht aufspüren. Eine in der Nähe des Autohauses entdeckte Geldkassette ist für die Polizei ein Indiz für einen Tatzusammenhang mit einem Einbruch in Beber. Dort hatten unbekannte Täter in derselben Nacht ein Fenster des Vereinsheims des SV Beber-Rohrsen am Sportplatz aufgehebelt, die Räume durchsucht und einen Wandtresor aufgebrochen. Beute: eine hohe dreistellige Summe. Die Diebe hatten zudem versucht, die Tür des benachbarten Kindergartens aufzubrechen.

Auch in Hameln hat es in der jüngeren Vergangenheit mehrere ähnlich gelagerte Einbrüche gegeben. In der Nacht zum 28. Dezember war in einer Gaststätte an der Bäckerstraße ein Wandtresor geknackt worden. Am 17. Dezember sollen mindestens vier sogenannte „Schränker“ in einem Autopflegezentrum an der Wilhelm-Lampe-Straße einen 500 Kilogramm schweren Safe aufgebrochen haben.

Einige Tage später schlug der Versuch fehl, an der Bahnhofstraße einen 350 Kilogramm schweren Panzerschrank abzutransportieren.

Der Tatort: Auf den 750 Kilogramm schweren Panzerschrank, der in der Kfz-Werkstatt von Andreas Schmidt steht, hatten es die Einbrecher abgesehen.



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