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Ortsumgehung im „vordringlichen Bedarf“

Teilerfolg für Hachmühlen

Hachmühlen. 1000 Vorhaben mit einem Volumen von 264,5 Milliarden Euro. Was Verkehrsminister Alexander Dobrindt jetzt mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 vorstellte, hat aber auch eine lokale Komponente: Die Ortsumfahrung von Hachmühlen wurde in den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen.

veröffentlicht am 18.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:15 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Konkret geht es dabei um eine Verlegung der Trasse der Bundesstraße 442, vorgesehen ist eine Nordwestumgehung Hachmühlens in zweistreifigem Ausbau. In der bisherigen Planung findet sich ein möglicher Anschlusspunkt an die bisherige Trasse der B 442 auf Höhe des Gewerbegebietes Am Stellwerk. Die neu zu bauende Straße könnte Richtung Bahnlinie schwenken und an der Eisenbahnbrücke über die B 217 zwischen Hachmühlen und Hasperde an die dortige Bundesstraße angeschlossen werden. Durch diesen Schwenk würde ein Großteil des Verkehrs zwischen Hameln und dem Autobahnanschluss Lauenau nicht mehr durch Hachmühlen geleitet werden.

Der Umstand, dass Hachmühlen gleich von zwei Bundesstraßen geradezu zerschnitten wird, ist seit vielen Jahren ein Kritikpunkt im Ort. Helmut Steinwedel, langjähriger Ortsbürgermeister, hatte sich ausdauernd für die Minderung der Verkehrsbelastung eingesetzt und engagiert sich noch immer in diesem Bereich. Er reagierte gestern erfreut auf die Mitteilung, dass die Ortsumgehung nicht nur in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden soll, sondern auch unter „vordringlicher Bedarf“ eingestuft wird. Damit ist sie in ihrer Notwendigkeit höher eingestuft als die Südumgehung Hameln. Wermutstropfen für Steinwedel: Der südlichen Teil der B 442, der von der B 217 Richtung Brullsen führt, findet sich nicht in der Umgehungsstraßenplanung des Bundes. Mit 2772 Fahrzeugen pro Tag liegt die Belastung des Straßenabschnitts deutlich unter der des nördlichen Teils – dort wurden bei Zählungen im Jahr 2010 täglich 9372 Fahrzeuge festgestellt.

„Der Entwurf liegt vor, nun kommt die Stunde von Bürgerschaft und Parlament“, erklären die heimischen Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Michael Vietz (CDU) in einer gemeinsamen Mitteilung zur Vorstellung des Ministeriumsentwurfs. Bürger hätten nun erstmalig die Möglichkeit, direkt am Bundesverkehrswegeplan mitzuwirken. Ziel und Zweck der Beteiligung sei es, die verschiedenen Sichtweisen sinnvoll in den Erarbeitungsprozess einzubringen, fundiert abzuwägen und fachgerechte Lösungen zu erzielen. Beide verweisen auf die sechswöchige Öffentlichkeitsbeteiligung, die am Montag, 21. März, startet.

Engagierter Streiter für die Umgehungsstraße: Helmut Steinwedel.

Foto: jhr



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