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CDU-Vorstoß zu Ansiedlung von Edeka und Aldi an der Friedhofskreuzung findet wenig Befürworter

Supermarkt statt Deisterpark?

Bad Münder. Die Idee der CDU-Ratsgruppe, den Einzelhandelskomplex aus Edeka und Aldi auf die grüne Wiese an der Friedhofskreuzung zu verlegen, wo vor Jahren der Deisterpark geplant war, stößt in Bad Münder auf verhaltene Reaktionen. Bürgermeister Hartmut Büttner verweist auf die Sitzung des Planungsausschusses in einer Woche, die erst eine fundierte Debatte zu dem Thema zulasse.

veröffentlicht am 12.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:29 Uhr

Autor:

von mira colic
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Die Einzelhandels-Pläne der beiden Investoren, Baco Invest und eines weiteren Projektentwicklers, sollen am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. IHK-Einzelhandelsfachmann Hans-Hermann Buhr sowie Jörg Heine von der Regionalplanung des Landkreises Hameln-Pyrmont werden eine Einschätzung abgeben und die rechtliche Situation erklären. Auch der Antrag der CDU, der eine Ansiedlung von Edeka und Aldi neben der KGS an der Bahnhofstraße ablehnt, dafür jedoch das ehemalige Deisterpark-Gelände als Alternative vorschlägt, werde in der Sitzung beraten werden, so Büttner. Er sehe natürlich auch die Notwendigkeit, städtische Flächen zu vermarkten, aber ob das betreffende Gelände als Einzelhandelsstandort in Betracht komme, bezweifle er doch. Schließlich gebe es keinerlei Mantelbevölkerung, die ja eigentlich Nutzer eines solchen Angebotes sein sollte.

Dieses Argument führt auch Projektentwickler Wilfried Leder von Baco Invest an. Er sei zwar nicht gegen das Areal, „aber baurechtlich wäre da viel Arbeit notwendig“. Der Raumordnungsplan schreibe vor, dass solche Markt-Standorte von weiterer Bebauung umgeben sein müssen und die fußläufige Erreichbarkeit gewährleistet ist. Die grüne Wiese wolle man nicht mehr gerne haben. „Da muss die Stadt schon Mut haben, um einen entsprechenden Flächennutzungsplan zu kreieren.“ Grundsätzlich freue er sich, dass das Projekt von der Politik nicht sofort abgelehnt werde, sondern Gesprächsbereitschaft herrsche. „Vielleicht hat dieser Vorstoß ja den günstigen Nebeneffekt, dass die Stadt sich tatsächlich Gedanken über einen für alle annehmbaren Standort macht.“

Wenig Aussicht auf Erfolg hat das, wenn es nach Helmuth Mönkeberg geht. Der Vorsitzende der Ratsgruppe proBürger-Witzke macht deutlich: „Edeka und Aldi ist mit mir nicht zu machen.“ Und auch von der Idee der CDU hält er wenig: „Was soll denn das da oben in der Ecke?“ Für sinnvoller halte er es, zu prüfen, ob es an der Rahlmühle nicht alternativ zu dem Speckin-Gelände, wo eine Ansiedlung von Aldi im Gespräch ist, eine attraktive städtische Fläche für den Discounter gebe.

Beratungsbedarf besteht sowohl bei der SPD als auch bei den Grünen. „Wir werden uns erst positionieren, wenn wir alle Informationen zusammenhaben“, sagt SPD-Chef Rolf Wittich. Es sei unnötig, sich bereits im Vorfeld Gedanken zu machen, wenn der Landkreis nächste Woche eventuell verkündet, dass für Bad Münder sowieso weiterer Einzelhandel unzulässig sei. Verwundert zeigte sich Wittich allerdings über den CDU-Vorschlag. „Als wir 2006 auf der münderschen Seite der Friedhofskreuzung einen Platz für Einzelhandel schaffen wollten, waren wir die bösen Buben.“

Die Grünen wollen das Thema kommende Woche in ihrer Fraktionssitzung diskutieren. „Ich persönlich bin nicht gegen eine Ansiedlung weiterer Märkte in der Stadt“, sagt Hubertus Wöllenstein. Das Gelände an der Friedhofskreuzung favorisiere er nicht. „Ob die Fläche an der KGS der richtige Standort ist, weiß ich nicht. Außer Acht lassen sollten wir auch nicht das Hermapal-Gelände.“ Genügend Platz sei dort vorhanden. Für ihn stehe jedoch fest: „Eine Ansiedlung kann es nur mit einer Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr geben.“

Termin: Die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses beginnt am Donnerstag, 19. Februar, um 18.30 Uhr in der Rohmelbad-Gaststätte.



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