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Der „Naturpark Weserbergland“ soll endlich mit Leben gefüllt werden – auch Bad Münder spielt eine Rolle

Starthilfe für ein Großprojekt

BAD MÜNDER. Schon vor zwei Jahren erkundigten sich Testanrufer bei den Tourist-Infos in der Region nach dem „Naturpark Weserbergland“. Ergebnis, salopp formuliert: Kennt kein Mensch. Das soll sich ändern: Noch vor der Sommerpause verabschiedete der Landkreis gestern einen Naturpark-Plan, in dem auch Bad Münder eine Rolle spielt.

veröffentlicht am 27.06.2018 um 06:00 Uhr

Hans-Joachim Rothe vom Freundeskreis Süntelbuchen bringt im Arboretum bei Nettelrede Besuchergruppen regelmäßig die Besonderheiten der mythenumwobenen Bäume näher. Das Arboretum spielt im Naturpark-Plan eine besondere Rolle. Foto: Rathmann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
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187 Seiten stark ist das Papier, das zunächst den Umweltausschuss und dann auch den Kreisausschuss passierte. Die Ziele: Der Naturpark, den es schon seit 1975 gibt, soll bekannter werden. Und: Die Verantwortlichen wollen Voraussetzungen dafür schaffen, dass man beim Land Fördergelder einwerben kann.

Am Anfang stellt man sich frei nach der „Feuerzangenbowle“ mal ganz dumm und fragt: Was ist ein Naturpark? Antwort: ein Gebiet nach dem Bundesnaturschutzgesetz, das sich wegen seiner landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignet – und in dem ein nachhaltiger Tourismus angestrebt wird. Auch Dinge wie Erholung, Bildung und Artenvielfalt spielen eine Rolle.

Der Naturpark Weserbergland ist einer von 13 in Niedersachsen und umfasst grob den Landkreis Hameln-Pyrmont und den südlichen Landkreis Schamburg, wird begrenzt von Deister, Bückebergen und Solling. Seit 2005 gibt es eine Vereinbarung zwischen den Landkreisen – und sogar eine Geschäftsstelle in Hameln, die Leitung arbeitet 15 Stunden pro Woche nebenberuflich.

Nicht nur das soll sich mit dem neuen Naturpark-Plan ändern: Er umfasst die Entwicklungsziele und Projekte des Naturparks – eine Art Handlungsleitfaden für die Zukunft. Erstellt hat ihn eine Firma aus Hannover; von den Kosten in Höhe von 81 000 Euro hat die N-Bank 65 Prozent übernommen, der Rest ging an die Landkreise.

Wichtigste Erkenntnis des Plans: Potenzial ist da – durch Übernachtungsgäste, Tagesbesucher, Natur und Sehenswürdigkeiten. Doch wer Fördergelder will, muss die Idee Naturpark mit Leben füllen. Und: Wenn etwas passieren soll, muss erst mal die Organisation verbessert werden. Konkret soll sich künftig eine hauptamtliche Kraft um die Betreuung kümmern; über die Finanzierung sprechen beide Landkreise. Einen entsprechenden Verhandlungsauftrag nahm Andreas Manz, zuständig für regionale Entwicklung, gestern aus der Sitzung des Kreisausschusses mit. „Ich freue mich darauf“, erklärte er – in Schaumburg liege ein ähnliches Papier wie in Hameln-Pyrmont zur Beratung vor.

Eine hohe Priorität räumen die Planer in den kommenden Jahren der besseren Verbreitung des Fakts ein, dass es den Naturpark überhaupt gibt: Öffentlichkeitsarbeit, Mitmach-Aktionen, Angebote für Schulen und Kitas, einen Internetauftritt und vielleicht sogar ein Naturparkzentrum. Immer im Hinterkopf: Eine Verpflichtung geht die Politik mit dem Plan noch nicht ein; konkrete Maßnahmen müssen extra beschlossen und finanziert werden. „Es liegt nun in den Händen der Politik, über die Zukunft des Naturparks zu entscheiden“, heißt es am Ende des Papiers.



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