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Haworth: Verlagerung von Ahlen nach Bad Münder verzögert sich

Neue Halle für die Stuhlproduktion

Bad Münder. Beim Büromöbelspezialisten Haworth wird sich die geplante Produktionsverlagerung von Ahlen nach Bad Münder um mehrere Monate verzögern. Hintergrund: Es fehlen Fertigungshallen.

veröffentlicht am 17.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

Autor:

Marc Fügmann
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Eigentlich hätte die Stuhlproduktion in einen älteren Hallenkomplex auf dem münderschen Fabrikgelände einziehen sollen, der in den vergangenen Jahren nur noch als Lagerstätte genutzt wurde. „Doch das ist an baupolizeilichen Auflagen gescheitert“, erklärt Betriebsratsvorsitzender Gerd Ahrens auf Anfrage. Die alten Gebäude müssten nun abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Weiter genutzt werden könne lediglich ein kleiner Teil der vorhandenen Halle. Dort werde derzeit auch schon eine Pulveranlage aufgebaut.

All das führe zu einer nicht unerheblichen Verzögerung, die so nicht vorherzusehen gewesen sei. Nach Einschätzung von Ahrens kann die Produktion deshalb frühestens zum Ende des ersten Quartals 2015 aufgenommen werden. „Bislang gibt es noch nicht einmal einen Termin für den Abriss der alten Halle“, sagt der Betriebsratschef. Die Auftragsvergabe für den Neubau stehe auch noch aus.

Wie berichtet hatte der amerikanische Büromöbelhersteller Haworth vor einigen Monaten eine Unternehmensumstrukturierung im großen Stil angekündigt. So soll der Firmenstandort ist westfälischen Ahlen geschlossen und ein Teil der Stuhlproduktion nach Bad Münder verlagert werden. Hier wurden bislang nur Tische, Stellwände und Rollcontainer hergestellt.

Für den Aufbau der neuen Produktionslinie am Deister sind Unternehmensangaben zufolge bis zu 70 zusätzliche Arbeitsplätze erforderlich. Das Angebot, von Ahlen nach Bad Münder zu wechseln, haben bislang aber offenbar nur sehr wenige der betroffenen Mitarbeiter angenommen. Laut Ahrens haben derzeit gerade sechs Kollegen die Bereitschaft zum Umzug erklärt. Ob bis zum Jahresende, wenn ein Großteil der alten Arbeitsverhältnisse endet, weitere Beschäftigte hinzukommen, sei ungewiss. Das habe schon jetzt zur Einstellung externer Kräfte geführt. Aus münderscher Sicht auch erfreulich: Auch den fertigen Auszubildenden konnten nach Angaben des Betriebsrates unbefristete Jobs angeboten werden. Ein Teil der Ahlener Beschäftigten wird aber in jedem Fall noch bis mindestens Ende nächsten Jahres in Westfalen bleiben. Denn erst dann sollen dort in den letzten Abteilungen die Lichter auszugehen.



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