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Bürgerbus-Verein setzt auf Marketingstrategien von Studenten, um Fahrer zu werben

Mundpropaganda effektivstes Werbemittel

Bad Münder. Die Route steht zwar, was noch fehlt, sind die Fahrer, die den Bürgerbus durch Bad Münder lenken sollen. „Öffentlichkeit schaffen“, sagt Hubertus Wöllenstein, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins, „das ist die einzige Möglichkeit, um Freiwillige zu werben.“ Um sich schon einmal unübersehbar zu machen, hat der Verein ein großes Werbebanner anfertigen lassen, mit dem es in den nächsten Monaten auf dem Wochenmarkt und bei öffentlichen Veranstaltungen kein Vorbeikommen mehr am Bürgerbus geben soll.

veröffentlicht am 10.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Mira Colic
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Und genau das ist eins der Marketingmittel, das die Studenten der Hochschule Weserbergland für den Verein entwickelt haben. „Ein Infostand bietet die Möglichkeit, direkt und persönlich mit möglichen Kunden, aber vor allem auch mit potenziellen Fahrern in Kontakt zu treten“, erklärt Projektleiterin Anne Somnitz. Diese sehr persönliche Art, mit Menschen in Kontakt zu treten sei insbesondere bei der Fahrerwerbung zu empfehlen.

Und damit sind die sieben Studenten der Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik doch einen Schritt weiter gegangen, als es in der Aufgabenstellung vor acht Monaten formuliert worden war. Eigentlich sollte die Arbeit der jungen Leute erst dann einsetzen, wenn die Bürger zur Nutzung des Busses angesprochen werden sollen. Nun ist ihre Hilfe aber bereits jetzt gefragt. Denn knapp 30 potenzielle Fahrer sucht der Verein, die Lust haben, etwa vier Stunden pro Woche mit dem Kleinbus auf Linie zu fahren. „Bisher verläuft die Suche eher schleppend“, gibt Wöllenstein zu. Umso wichtiger seien nun die von den Studenten ausgearbeiteten Strategien, wie sich der Verein bekannter machen kann.

Um einen Wiedererkennungswert in den Köpfen der Kunden zu etablieren, plädieren die Studenten für einheitliche Farben und Designs. „Von der Entwicklung eines Logos bis hin zu einer einheitlichen Fahrer-Kleidung sollte der Bürgerbus-Verein auf den ersten Blick zu erkennen sein“, so Somnitz. Das Logo sei demnach eines der wichtigsten Marketingmittel, um einen Wiedererkennungswert des Bürgerbusses in den Köpfen der Kunden zu erreichen. Auf allen Marketingmaßnahmen, wie beispielsweise Plakaten und Flyern, sollte das Logo zu sehen sein.

„Zum einen wirkt das Logo nach außen – von dem Unternehmen zu dem Kunden. Auf der anderen Seite wirkt es nach innen – zu den Mitarbeitern des Vereins.“ Mithilfe eines Logos und eines einheitlichen Erscheinungsbildes können sich die Mitarbeiter gut mit dem Verein identifizieren und tragen somit zu einem einheitlichen Erscheinungsbild bei. Das nach Vorgaben der Studenten nun entwickelte Logo des Vereins beinhaltet auch die vier Wellen, die auch in dem Bad Münder-Logo enthalten sind – und somit Verbundenheit zur Stadt schaffen.

Weitere Informationen finden Interessierte auch auf der neuen Internetseite des Vereins: www.buergerbus-bm.de. Dort sind auch alle Voraussetzungen und notwendigen Formalitäten für die Fahrer aufgelistet. Diese können sich auch direkt über die Homepage als Fahrer „bewerben“. „Die Website dient zur Kommunikation über das Internet. Vielfältige Informationen können somit einer breiten Masse zugänglich gemacht werden“, erklärt die 23-jährige Somnitz. Neben der Kommunikation mit den Kunden könnten auch Dienstpläne der Fahrer in einem abgesicherten Bereich vorgehalten werden. Wer ein Smartphone besitzt, kann über den QR-Code auf dem Werbebanner direkt zu der Homepage weitergeleitet werden.

Was ohne irgendwelche Hilfsmittel funktioniert – und das bereits seit Jahrhunderten – ist die Mundpropaganda. Ziel ist es, dass ein bestimmtes Thema „in aller Munde“ ist und somit einen großen Bekanntheitsgrad erlangt. „Durch die persönliche Kommunikation wird das Vertrauen bei dem Gesprächspartner geweckt“, erklärt Somnitz die Effektivität dieser so scheinbar altmodischen Methode. „Die Vereinsmitglieder sollten gezielt über den Bürgerbus reden und damit seinen Bekanntheitsgrad steigern“, rät die Studentin.

Unübersehbar: Mithilfe des großen Werbebanners möchte Hubertus Wöllenstein, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins, ehrenamtliche Fahrer werben.Colic



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