weather-image
10°
Windkraftgegner im Gespräch mit dem Landrat

Lob für Bürgerinitiative

Hachmühlen/Flegessen. Genau jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um einzugreifen und Bedenken zu äußern, lobte Landrat Tjark Bartels das Engagement der Bürgerinitiative „Gegenwind Süntel-Ith“. Die Kritiker der geplanten Windkraftanlagen rund um Hachmühlen, Flegessen und Klein Süntel hatten um das Gespräch im Kreishaus gebeten, um auszuloten, inwiefern der Landkreis auf den möglichen Bau Einfluss ausüben kann.

veröffentlicht am 11.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:03 Uhr

Autor:

von mira colic
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Flegesser Ralph Härke, Sprecher der Initiative, empfand das Treffen in Hameln – im Gegensatz zu einigen seiner Mitstreiter – nicht als enttäuschend. „Wir müssen realistisch sein“, mahnt Härke. Es sei schließlich politischer Wille, dass die Gemeinden selbstständig planen, „aber unser Anliegen ist, dass der Landkreis das Ganze steuern sollte, damit nicht jede Gemeinde macht, was sie will“.

Tatsächlich, bestätigt Bartels, würde er sich eine Abstimmung zwischen Hameln, Coppenbrügge und Bad Münder wünschen, vorschreiben könne er das jedoch nicht. Und auch wenn er Verständnis für die Bedenken der Anwohner habe, liege die Planungshoheit, so wie es das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises festlegt, für die Windkraftvorranggebiete bei der Stadt Bad Münder. „Ich bin zwar grundsätzlich ein Windkraftbefürworter, aber das Landschaftsbild darf darunter nicht leiden und die verschiedenen Interessen müssen gut abgewogen werden“, macht Bartels deutlich.

In diesem Punkt stimmt ihm auch Detlef Olejniczak, Ortsbürgermeister von Flegessen und Klein Süntel, zu: „Wir wollen vor unserer Haustür keine Windräder haben.“ Die Pläne würden der Infrastruktur des Dorfes entgegenstehen. Aus diesem Grund begrüße er die Bürgerinitiative, auch wenn er einige Forderungen, wie zum Beispiel die nach einem Mindestabstand von 2000 Metern zur Wohnbebauung, unrealistisch finde. Es gebe schließlich genaue gesetzliche Vorgaben, wie weit Windkraftanlagen von Wohn- (1000 Meter) und Gewerbegebieten (700 Meter) entfernt sein müssen. Der Ortsrat werde sich in Kürze mit dem Thema befassen.

Der Rat hat in seiner letzten Sitzung entschieden, den Flächennutzungsplan mit dem Ziel, städtebaulich und naturschutzfachlich geeignete Flächen für Windenergie zur Verfügung zu stellen, zu ändern. Sowohl die an der Errichtung von Windenergieanlagen interessierte Firma Abo Wind als auch die in einer GbR zusammengeschlossenen Landbesitzer übernehmen die Planungskosten. Die Stadt wird in den nächsten Monaten ein unabhängiges Planungsbüro beauftragen, Flächen im gesamten Stadtgebiet zu untersuchen. Indes will die Bürgerinitiative im nächsten Monat auch Bürgermeister Hartmut Büttner und den Fraktionsvorsitzenden ihre Sorgen darlegen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt