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Astrid-Lindgren-Schule: Käufer ließ Fristen verstreichen / Schimmel ja – aber nicht in dargestelltem Umfang

Landkreis weist Vorwürfe zurück

Bad Münder. Wilfried Mühlenhoffs Vorwürfe wiegen schwer: Den Verantwortlichen im Bau- und Liegenschaftsamt des Landkreises sei „öffentliches Eigentum völlig egal“, kritisierte der Kaufinteressent der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schulgebäude. Er war vom Kaufvertrag zurückgetreten (wir berichteten), nachdem er Schwarzschimmel im Gebäude entdeckt hatte. Der Landkreis wies die Vorwürfe gestern energisch zurück.

veröffentlicht am 26.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:07 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Anders als von Mühlenhoff dargestellt, sei dem Kaufinteressenten nach einem entsprechenden Beschluss des Kreistages zum Ende des Jahres 2012 der Abschluss eines notariellen Grundstückskaufvertrages angeboten worden. Der Interessent habe den Kauf der Schule jedoch zunächst unter Hinweis darauf abgelehnt, dass die für die Nutzung erforderlichen bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen noch nicht erfüllt seien und er zunächst entsprechende Anträge bei der Stadt Bad Münder zur Änderung des bestehenden Bebauungsplanes stellen müsse. „Er sagte jedoch in diversen Schreiben zu, die Schule sofort nach Vorliegen einer für ihn notwendigen Planungssicherheit erwerben zu wollen“, erklärt der Erste Kreisrat Carsten Vetter. Im Dezember 2013 beschloss der mündersche Rat den entsprechenden Bebauungsplan, nach Darstellung des Kreises wäre ab diesem Zeitpunkt der Abschluss eines entsprechenden Kaufvertrages möglich gewesen. Im Januar wurde Mühlenhoff ein Notartermin zum Kauf der Schule angeboten, der vom Interessenten jedoch nicht wahrgenommen worden sei. „Vom Landkreis wurde dem Interessenten anschließend der Abschluss eines Kaufvertrages letztmalig bis zum 1. Juni vorgeschlagen – auch diese Frist hat Herr Mühlenhoff verstreichen lassen“, so Vetter.

Auch zum Schwarzschimmelbefall, den Mühlenhoff als Begründung für den Rücktritt vom Kauf angegeben hat, nimmt der Landkreis Stellung. Demnach sollte das Objekt an der Bahnhofsstraße auf der Grundlage eines im September 2011 in Auftrag gegebenen Verkehrswertgutachtens in dem bekannten Bauzustand verkauft werden. „Das Gutachten war dem Interessenten überlassen worden. Ein Schimmelpilzbefall wurde von der seinerzeitigen Gutachterin nicht festgestellt und war auch bis Anfang 2014 nicht in der Schule erkennbar“, heißt es beim Landkreis. Da die Kreisverwaltung von einer zügigen Kaufabwicklung ausgegangen war, sei die Unterhaltung des Grundstücks „zur Vermeidung weiterer unnötiger Bewirtschaftungskosten“ auf ein Minimum reduziert worden. „Dass sich demzufolge ein Schimmelbefall gebildet haben könnte, wird von hier aus nicht ausgeschlossen.“ Festgestellt wurde punktueller Pilzbefall, der nach Ansicht des Landkreises bei Weitem nicht den von Mühlenhoff dargestellten Umfang habe. Er sollte mit Zahlung von 10 000 Euro abgegolten werden. Mühlenhoff hatte berichtet, dass ein von ihm eingesetzter Gutachter Sanierungskosten von 80 000 bis 100 000 Euro festgestellt habe. Dieses Gutachten sei beim Landkreis nicht bekannt, erklärt Sprecherin Sandra Lummitsch. Auch der von Mühlenhoff ins Gespräch gebrachte Abriss der Schule sei beim Landkreis derzeit kein Thema.

Die Zukunft der Astrid-Lindgren-Schule ist ungewiss.jhr



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