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Polizei und Zoll werfen einen genauen Blick auf den Verkehr auf der B 217 / Einbrecher und Drogen im Visier

Kontrolle mit Spürnase und Hightech

HACHMÜHLEN. „Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte“, hieß es gestern den ganzen Tag über in Hachmühlen. Die Polizei warf bei einer Großkontrolle einen sehr genauen Blick auf die Fahrer und Fahrzeuge, die auf der Bundesstraße 217 unterwegs waren.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 06:00 Uhr

Die Ortsdurchfahrt Hachmühlen ist von vier auf zwei Fahrstreifen reduziert – erfahrene Beamte entscheiden mit einem Blick, wer kontrolliert wird und wer fahren darf.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Wenn es für die Kontrollierten gut lief, war die Sache schnell erledigt – wer jedoch Anlass zu einem kritischen Blick lieferte, war oftmals überrascht, wie gut die Kontrolle vorbereitet und ausgestattet war.

In einer mobilen Wache, untergebracht in einem großen Container, konnten über moderne Kommunikationstechnik sehr schnell Daten wie Führerscheine oder Zulassungsunterlagen geprüft werden. Erstmals kam die mobile Wache auch im Bereich des Kommissariats Bad Münder zum Einsatz – in der Vergangenheit hatte die Polizei in Zweifelsfällen einen Streifenwagen zum Kommissariat in der Kernstadt aufbauen müssen. Gleich neben der Container-Wache hatte das Landeskriminalamt Stellung bezogen – mit einem bundesweit einmaligen Fahrzeug. Das mobile Labor, das seit einem Jahr im Einsatz erprobt wird, ermöglicht direkt vor Ort Untersuchungen, deren Ergebnisse in der Beweiserhebung sogar vor Gericht Bestand haben. Christian Vidal, Dezernatsleiter Chemie des Landeskriminalamtes, war mit seiner Mitarbeiterin Petra Elsner vor Ort, um die Kontrollen durch Substanzanalysen zu begleiten – Betäubungsmittel wie Amphetamin, Crystal Meth, Kokain oder Ecstasy können direkt an der Ortsdurchfahrt Hachmühlen bestimmt werden. Der unscheinbare graue Transporter steckt voll mit Hightech. Selbst auf die Feststellung der DNA von Bio-Kampfstoffen ist das mobile Labor eingerichtet – benötigt wurde dieser Teil der Ausrüstung gestern jedoch nicht. Dafür war die Expertise eines Arztes gefragt, der die Kontrolle nach entsprechenden Schnelltests durch Blutentnahmen begleitete. Gleich in sieben Fällen wurden Fahrer mit Kokain, THC oder Amphetamin im Blut aus dem Verkehr gezogen. Ein Drogenspürhund suchte in Fahrzeugen nach Drogenverstecken.

Der Zoll beteiligte sich ebenfalls an den Kontrollen – die Beamten nutzten die Gelegenheit, abseits ihrer zumeist gewählten Kontrollstellen auf der Autobahn 2 einen Blick auf das zu werfen, was parallel zur Autobahn auf der Bundesstraße transportiert wird. Zigaretten und Alkohol, aber immer wieder auch Drogen begegnen den Zoll-Mitarbeitern auf der A2.

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Vor der mobilen Wache koordiniert Einsatzleiter Marvin Klaß (l.) die Kontrolle in Hachmühlen.
  • Vor der mobilen Wache koordiniert Einsatzleiter Marvin Klaß (l.) die Kontrolle in Hachmühlen.
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Auf einem vorgezogenen Kontrollposten nahmen Polizisten zudem verdächtige Fahrzeuge ins Visier und glichen Kennzeichen ab – die Kontrolle war zwar ganzheitlich angelegt, dennoch lag besonderes Augenmerk auf den Aspekten Drogenkonsum und Straßenverkehr sowie „Eigentumsdelikte“. „Aktuell gibt es im Ostkreis, insbesondere im Bereich Salzhemmendorf, eine Häufung entsprechender Taten“, sagt Polizeikommissar Marvin Klaß, der den Einsatz koordinierte.



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