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Schulleiterin erwartet Probleme

Enttäuschung über das Grundschul-Aus

Hachmühlen. Die Enttäuschung sitzt tief – auch einen Tag nach der Rats-Entscheidung, die für Hachmühlen den Verlust des Grundschulstandortes im kommenden Jahr bedeutet. Ortsbürgermeister Hartwig Möller erklärte, SPD-Fraktionschef Heinrich Söfjer und Bürgermeister Hartmut Büttner an der Umsetzung ihrer Ankündigungen im Rat messen zu wollen.

veröffentlicht am 15.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 11:17 Uhr

Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Söfjer hatte das angekündigte einstimmige Votum seiner Fraktion für Flegessen betont und erklärt, dem Ort Hachmühlen Unterstützung zukommen zu lassen: „Wir dürfen Hachmühlen nicht im Regen stehen lassen.“

„Ich werde speziell Herrn Söfjer daran messen, in wie weit dieses Versprechen umgesetzt wird. Und ich werde auch Bürgermeister Büttner daran messen – ich werde nicht locker lassen, denn wenn sie nicht zu ihrem Wort stehen zeigt das, dass sie die Ortschaften abhängen wollen“, so Möller. Trotz der Enttäuschung über das Ergebnis sei er „wahnsinnig stolz“ auf das, was die Arbeitsgruppe in seinem Ort auf die Beine gestellt habe. „Vor zwei Monaten hätte doch kein Mensch damit gerechnet, dass so ein knappes Ergebnis herauskommt.“ Die Schließung der Schule Hachmühlen war vom Rat mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen worden.

„Jetzt ist die Entscheidung getroffen, jetzt darf erst gar nicht gewartet werden, bis sich irgendwelche Gräben zwischen Hachmühlen und Flegessen auftun. Wir müssen aufeinander zugehen“, erklärte Möller.

Ein Aspekt, den auch Pastorin Frauke Kesper-Weinrich betont. „Wir haben die Schule verloren, aber wir gehen nach vorne.“ Dass die Politik bereits „Gräben“ ausgemacht hat, habe sie verwundert – die Initiativen in beiden Orten hätten sich zumindest im vergangenen Jahr ausgetauscht und viele Gespräche geführt. Erst, als die Stadt den angekündigten Prozess geändert habe und soziale Aspekte nicht berücksichtigt wurden, habe jedes Dorf für die eigene Schule gekämpft. Die größte Enttäuschung sei die über das geänderte Verfahren. „Das war bitter.“ Sie selbst habe den Zusagen der Stadt geglaubt. Das Ergebnis der Abstimmung – 17 zu 16 Stimmen – lasse Hachmühlen „erhobenen Hauptes“ zurück.

„Gott sei Dank ist das ausgestanden“ war der erste Gedanke, mit dem Hachmühlens Schulleiterin Ursula Börns bei aller Enttäuschung auf die Abstimmung reagierte. Fast 40 Jahre ist sie an der Schule, die Schließungsentscheidung sei „fast, als ob man ein Kind verliert“, sagt sie. Probleme erwartet die Schulleiterin sehr wohl beim Zusammenwachsen der Schulen Hachmühlen und Flegessen, weil sich insbesondere die Elternschaften in beiden Orten in den vergangenen Wochen stark abgegrenzt hätten. „Wir hoffen wirklich, dass uns die Politik nicht im Regen stehen lässt. Dort hat man ja keine Vorstellung davon, was so eine Entscheidung für den pädagogischen Bereich bedeutet.“



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