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Verwaltungsausschuss beschäftigt sich am 24. April mit Bürgerentscheid

Der Umbau – auch durchdacht?

Bad Münder. Was wäre, wenn der Bürgerentscheid im Sinne der Initiatoren, also gegen einen Umzug der Grundschule Bad Münder in die HWK, ausgeht? Dann könnte, so die Befürchtung der Umzugsbefürworter, die Stadt ganz plötzlich vor neuen, bislang nicht erörterten Problemen stehen.

veröffentlicht am 10.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:03 Uhr

Autor:

von mira colic
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Nachdem die Initiatoren des Bürgerentscheids die Unterschriftenlisten für ein Bürgerbegehren bei der Verwaltung abgegeben haben, sind die Mitarbeiter nun dabei die Namen zu prüfen. „Der Verwaltungsausschuss wird sich am 24. April mit dem Thema befassen“, sagt Bürgermeister Hartmut Büttner. Das Gremium ist auch dafür zuständig, den Termin für das Bürgerbegehren festzulegen – sofern die Zahl der gültigen Unterschriften ausreicht. Büttner sieht nach aktuellem Stand den 25. Mai – also den Tag der Europawahl – als den wahrscheinlichsten Termin an.

Neue Fahrt könnte das Thema aufnehmen, wenn die Grundschule tatsächlich, wie die vorläufigen Zahlen erwarten lassen, nach den Sommerferien in der ersten Klasse vierzügig wird. Die Verwaltung hatte bei den Raumkonzepten für die Keller- sowie die Wallstraße jeweils mit einer durchgängigen Dreizügigkeit gerechnet. Zwar lasse sich auch das noch am jetzigen Standort realisieren, „aber grundsätzlich bietet die HWK angesichts der Herausforderungen, die Inklusion und Ganztagsbeschulung stellen, die besseren Voraussetzungen“, so Büttner. Sollte sich diese Entwicklung verdichten, also nicht einmalig bleiben, sei das „entscheidungsrelevant. Dann wäre der Standort an der Wallstraße der richtige.“

Die Umzugsbefürworter haben eine weitere Angriffsfläche ausgemacht. Da bei der Beschlussempfehlung der Verwaltung der Aspekt der Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt stand, stellen sie jetzt die Frage nach den Kosten für eine Container-Beschulung. „Meinem Kenntnisstand zufolge werden die Ferien für die Bauarbeiten genutzt“, erklärte Büttner gestern. Natürlich sei es immer schwieriger im Bestand zu bauen, auch im Hinblick auf Lärm und Staub, wenn das Gebäude an der Kellerstraße 17 abgerissen werde. „Da wir durch das Bürgerbegehren Zeit verlieren, könnten wir, um das Verfahren zu beschleunigen, auf Container zurückgreifen.“ Geplant sei dies jedoch nicht. Wie groß der Kostenfaktor wäre, hat das „Bürgerbündnis gute Grundschulen“ errechnen lassen. Miete, Ausstattung, Fundamente und Betrieb der 80 Container, die nicht nur die Klassenräume, sondern auch Lehrerzimmer für die 30 Pädagogen und Sanitäranlagen beinhalten, würden für eine dreijährige Bauzeit immerhin mit 1,11 Millionen Euro zu Buche schlagen. Damit wäre die Sanierung der Schule teurer als die geplanten Maßnahmen an der Wallstraße. „Es ist illusorisch anzunehmen, dass man den Umbau von Raum zu Raum stemmen kann, wie die Arbeiten aufgrund der Brandschutzbestimmungen gezeigt haben. Die ganze Schule muss gesperrt werden“, ist zumindest der ehemalige Ratsherr Armin Klinger überzeugt.



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