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Eimbeckhäuser Büromöbelhersteller richtet den neuen Plenarsaal ein

Der Landtag sitzt künftig auf Wilkhahn

EIMBECKHAUSEN/HANNOVER. Ein Prestigeobjekt für die Eimbeckhäuser: Als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gestern Morgen beim Festakt zur Einweihung des neuen Plenarsaals im Niedersächsischen Landtag einen ersten Blick in den Saal warf, dominierten sie das Bild – 197 Sitze, hergestellt von Wilkhahn.

veröffentlicht am 28.10.2017 um 06:00 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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EIMBECKHAUSEN/HANNOVER. Ein Unternehmen, das der Bundespräsident gut kennt. Ein Saal, den der Bundespräsident gut kennt.

Die Möbel-Profis aus dem münderschen Ortsteil hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Zuschlag für die Ausstattung des markantesten Saals im Landtag zu erhalten. „Ein Herzblut-Projekt“, sagt Wilkhahn-Sprecher Burkard Remmers. Es wäre aus seiner Sicht „schon komisch“ gewesen, in vielen Parlamenten vertreten zu sein, aber ausgerechnet nicht im Niedersächsischen Landtag. Mit einer einfachen Bewerbung um den Auftrag war es allerdings nicht getan. Die Architekten von Blocher Partners aus Stuttgart hatten konkrete Vorstellungen – und auch eine öffentliche Ausschreibung trennte die Eimbeckhäuser im August vergangenen Jahres zunächst von der Realisierung ihrer Ideen für den Raum, in dem Entscheidungen für Niedersachsen getroffen werden sollen.

Wilkhahn nahm die Herausforderung an und entwickelte Vorschläge, die letztlich überzeugten. „Keine leichte Aufgabe und schon gar kein Standard“, erklärt Remmers. Er sieht das Projekt als Demonstration der Leistungsfähigkeit des Unternehmens – zumal eine strenge Haushaltsdisziplin beim Landtagsneubau den Rahmen sehr eng gehalten habe. Ein Aspekt, den die Planer am Deister in ihre Überlegungen aufnahmen: Die Abgeordneten waren durch ihre Zeit im Provisorium an Bürostühle gewöhnt – mit allen Vorteilen: Beweglichkeit, Verstellbarkeit, Lordosenstütze, Flexibilität, Sitzkomfort. Möglichst viel davon sollte in das Mobiliar transportiert werden, das künftig ermüdungsfreies Sitzung auch in langen Plenarsitzungen ermöglichen soll. Ziel war allerdings auch eine klare Formensprache, ein klares Erscheinungsbild. Schienen im Boden geben die Richtung vor, in der das Sitzmöbel bewegt werden kann. Auf diese Weise werden keine Stühle umhergeschoben, die Struktur bleibt erhalten – die Architekten wissen um die Macht der Bilder.

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Als Grundlage verwendeten die Eimbeckhäuser ihr Konferenzsessel-Modell Sola, entworfen von Designer Justus Kolberg. Es wurde für den Einsatz im Plenarsaal allerdings modifiziert. Tische und auch 256 Klappstühle für die Besuchertribüne gehörten ebenfalls zum Umfang des Auftrages. Außerdem lieferte Wilkhahn 86 Freischwinger für Besucher- und Pressebereich.

Das Ergebnis des Eimbeckhäuser Engagements nahmen gestern auch die beiden heimischen Abgeordneten Ulrich Watermann (SPD) und Petra Joumaah (CDU) unter die Lupe – Probesitzen inklusive. Für Joumaah eine erneute Begegnung mit dem Mobiliar. Beim Probesitzen vor einigen Monaten hatte sie allerdings vergeblich nach dem kleinen Fähnchen mit dem Namenszug an der Seite gesucht. „Da war alles anonymisiert“, erklärte sie gestern. Mit dem Schienensystem muss sie sich erst noch anfreunden, mit dem Sitzkomfort ist sie sehr zufrieden.

Die Einrichtung von Räumen, in denen große Entscheidungen getroffen werden, gehört für Wilkhahn seit vielen Jahren dazu. Das Parlament in Madrid, in der australischen Hauptstadt Canberra und auch das Kabinett in Berlin sitzen auf Wilkhahns Klassiker FS 220, und auch im Landeshaus Kiel hat bei der Erneuerung Mobiliar aus Eimbeckhausen Einzug gehalten.



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