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Hamelspringer Wandergruppe entdeckt bei Harzwanderung Waldbrand und reagiert genau richtig

Condoren verhindern Großfeuer

BAD HARZBURG / HAMELSPRINGE. Ith und Thüringer Wald, Harz und Heide – die Wandergruppe Condor aus Hamelspringe zieht es regelmäßig in andere beliebte Wanderregionen. Selten sind die Touren allerdings so von Aufregung begleitet wie die des vergangenen Wochenendes, als die Condoren einen größeren Waldbrand im Harz verhinderten.

veröffentlicht am 11.07.2018 um 06:00 Uhr

Die Wasserversorgung im Waldgebiet ist problematisch. Die Feuerwehr baut ein Bassin auf und richtet einen Ringverkehr ein. Die Löscharbeiten gestalten sich in steilem Gelände schwierig. Fotos: Karlstedt
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Was für die Vorsitzende Anke Beiße und ihre 19 Begleiter aus Hamelspringe eine Selbstverständlichkeit war, war es für viele andere doch nicht: Als die Condoren Rauchschwaden im knochentrockenen Gebiet um die Kästeklippen entdeckten, gingen sie der Sache auf den Grund. Sie erkundeten das Gebiet abseits der Wanderwege, um die Ursache des Rauchs zu suchen, und stießen auf eine brennende Fläche unter dichtem Fichtenbestand. Für die erfahrenen Naturfreunde war sofort klar: Hier drohte große Gefahr. Auf rund 300 Quadratmetern hatte sich das Feuer bereits ausgebreitet. Sie alarmierten die Feuerwehr. Weil die brennende Fläche in dem bergigen, von Wanderwegen durchzogenen Gebiet nicht einfach zu finden war, wurde ein Einweiser für die Einsatzkräfte losgeschickt. „Kalle Buchmeier hat diese Aufgabe übernommen. Er kennt sich im Harz gut aus, engagiert sich dort auch als Wanderführer“, erklärt Beiße. Während sich das Gros der Wandergruppe in sichere Bereiche zurückzog, nutzten Erich Stoffel und Jürgen Schönberg schnell aus Zweigen gefertigte provisorische Feuerpatschen, um die Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Die Feuerwehr baute eine Wasserübergabestelle mit einem 10 000-Liter-Faltbassin auf, über eine 14-Kilometer-Strecke wurde ein Ringverkehr mit Tanklöschfahrzeugen aufgebaut. Stellenweit hatte sich das Feuer bis zu 30 Zentimeter tief in den Waldboden eingefressen. Rund zwei Stunden lang waren Einsatzkräfte damit beschäftigt, in unwegsamem Gelände mit Feuerpatschen, Hacken und tausenden Litern Wasser den Brand zu bekämpfen.

Anke Beiße zeigte sich anschließend glücklich, dass das Feuer rechtzeitig entdeckt werden konnte. „Erschreckend war allerdings, dass vor uns auch andere Wanderer in Richtung des Rauchs geschaut hatten. Wenn man auf ein Hinweisschild guckte, musste man den Rauch sehen. Aber niemand hat reagiert“, sagt die Condoren-Vorsitzende.

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Als Brandursache vermutet die Polizei eine selbstgebaute Feuerstelle. Sie ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.



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