weather-image

Gefeierte Premiere des Mitsorg-Theaters im Dorfgemeinschaftshaus

Zwischen Stuhlproben und Identitätskrisen

OHR. Ein Wartezimmer voller anspruchsvoller Patienten, dazu nervige Pharmareferenten, pingeliges Aufsichtspersonal der Medikamentenzulassungsbehörde und zu allem Überfluss auch noch reißerische Zeitungsartikel. Dr. Paul Biederbrock, alias Andreas Behr, niedergelassener Hausarzt in Ohr, hat kein leichtes Wochenende.

veröffentlicht am 26.02.2017 um 16:49 Uhr

Volles Wartezimmer in Ohr (v. li.:) Gisela Erdmann, Heidrun Rekate, Regina Lorenz und Stefan Hentrich. Foto: aw

Autor:

Anna Wiemann
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Samstag- und Sonntagsdienst, das ist schon hart. Aber der Einsatz lohnt sich. Alle Patienten geheilt und am Ende der Held von Ohr, auf der Bühne, wie im wahren Leben.

Bei der gefeierten Premiere des Stückes „Der Nächste bitte!“ des Mitsorg-Theaters im am Wochenende gleich zweimal ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus in Ohr sind alle begeistert von der grandiosen Leistung des Hauptdarstellers. Es ist eine Mamutrolle für Andreas Behr mit ständiger Bühnenpräsenz und einer entsprechenden Menge Text. Dennoch spielt er sie mit einer Leichtigkeit und Souveränität, wie man sie bei einem Laien nicht erwartet.

Aber seine Mitspieler machen es ihm auch leicht. Souffleuse Sarah Wohlleben ist arbeitslos, denn der Text sitzt bei allen, und die Spielfreude reißt alle Darsteller mit. Allen voran die couragierte Sprechstundenhilfe Johanna Hauser (Petra Jung), die alle Hände voll zu tun hat, Magda Koffermann (Heidrun Rekate) und Hilde Zausel (Gisela Erdmann) im Zaum zu halten. Den beiden Vertreterinnen des Dorffunks entgeht nichts im stets gut gefüllten Wartezimmer, das sie sich mit den Dauerkunden teilen – wie Dorfcasanova Heiko Hoffmann (Frank Lorenz), Willi Schulz (Siegfried Burose), der sich nur schwer entscheiden kann, ob er nun Napoleon oder doch ein Hund ist, und den mundfaulen Bauern Michel, wunderbar trocken gespielt von Stefan Hentrich. Letzterer hat Schuld an Dr. Biederbrocks ungewollter Berühmtheit. Prahlt er doch mit dem enormen Wachstum seiner Tomaten. Das wiederum ruft Pharmareferentin Justina Faust (Regina Lorenz) und Wilhelmina Kunzelmann (Ingrid Burose) von der Aufsichtsbehörde für Medikamentenzulassung auf den Plan. Warum? Allein das zu sehen lohnt sich. Der Meinung sind auch Inge Boden aus Hameln und Hans-Josef Römer, der mit seiner Frau Hannelore extra aus dem Ahrtal nach Ohr gekommen ist. Am Tisch sitzt eine bunte Gruppe, die seit vielen Jahren keine Premiere der „Ohrschen“ verpasst.

„Diesmal ist es extrem lustig“, finden sie. „Und das ganz ohne platte Witze.“ Dass dies so ist, da hat Regisseur Ralf-Ulrich Böhm erfolgreich ein Auge drauf.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, am 8. und 9. April ist das Mitsorg-Theater Ohr noch einmal im Emmerthal zu sehen. In der Reihe „Zeit für Kultur in Emmerthal“ spielen sie Samstagabend und Sonntagnachmittag in der Kleinen Kultur(n)halle. Restkarten sind im Emmerthaler Rathaus und Buchladen am Markt sowie in Hameln im Dewezet-Ticketshop erhältlich.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt