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Neujahrsempfang: Bürgermeister beschreibt mit gemischten Gefühlen Situation der Gemeinde / Viele Ehrungen

Zwischen Sorge und Optimismus

Emmerthal. Die zahlreichen Gäste erlebten unterhaltsame Gespräche, die Bürgermeister Andreas Grossmann mit Geehrten führte, die sich durch besondere Leistungen verdient gemacht haben, doch: Ernste Worte gehören beim Neujahrsempfang mit dazu. Und so schwor der Bürgermeister die Einwohner auf schwierige Zeiten ein, die sich aus den Finanzproblemen der Gemeinde ergeben könnten. Die Auflagen des Landkreises als Kommunalaufsicht könnten „möglicherweise auch dazu führen, dass schmerzliche Einschnitte zu verkraften sein werden“, sagte er gestern. Damit bezog sich Grossmann darauf, dass jede einzelne Infrastruktureinrichtung auf den Prüfstand gestellt werden müsse, ob sie noch benötigt wird. Schon im vergangenen Jahr habe der Landkreis zwei geplante Investitionen der Gemeinde abgelehnt.

veröffentlicht am 31.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Vor Gästen aus Wirtschaft und Politik sowie Vereinen und öffentlichen Einrichtungen machte der Bürgermeister deutlich, dass die Gemeinde immer mehr auf Fördergelder angewiesen sei. Für zwei Förderprogramme werde nun auf die Entscheidung gewartet. Gemeinsam mit Aerzen habe sich Emmerthal um die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ beworben. Als Region „Östliches Weserbergland“ habe die Gemeinde mit Bad Münder, Coppenbrügge, Salzhemmendorf und Bad Pyrmont ein regionales Entwicklungskonzept zusammen mit dem entsprechenden Antrag eingereicht. „Wir hoffen auf baldige positive Entscheidung, die uns Erleichterung bei mancher Infrastrukturmaßnahme verschaffen würde“, sagte Grossmann.

Der Bürgermeister blickte auf ein bewegtes Jahr zurück. Der Widerstand gegen die Stromtrasse Suedlink und die Pläne für zusätzlichen Güterzugverkehr seien Aufregerthemen gewesen. Der Standort der Johann-Comenius-Schule, um den es viele Diskussionen gegeben habe, scheine aber durch den Beschluss des Kreisschulausschusses vom Vortage zunächst gesichert. Zu den erfreulichen Ereignissen zählte Grossmann beispielsweise das Ende der Bauarbeiten für das Bildungshaus Börry, die Nachricht, dass der Bahnhof in den nächsten Jahren modernisiert werden soll, und die Eröffnung des Dorfladens Grohnde. „Man hat hier wieder einmal gesehen, wozu eine engagierte Bürgerschaft fähig ist“, meinte er an die Adresse der Grohnder.

Engagierte Emmerthaler – das ist ein Thema, dem der Neujahrsempfang immer eine besondere Bedeutung beimisst. Dass die Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft Hameln-Pyrmont die Feier eröffneten, hatte einen speziellen Grund: Auf Beschluss der Politik ehrte Grossmann deren Leiter Friedrich-Wilhelm Blickwedel aus Börry mit dem Ehrenteller der Gemeinde für mehr als 40 Jahre ehrenamtliches Engagement.

Zahlreiche Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Gemeinde, hörten unterhaltsame Gespräche ebenso wie ernste Worte. cb

Außerdem dankte die Gemeinde Einwohnern mit besonderen Leistungen mit Gutscheinen. Aus dem sportlichen Bereich rückten Mara Zielonka, Mandy Korschinek, Enrico Korschinek, Lennart Granzow und Nils Benze in den Mittelpunkt. Von den Abschlussklassen der Haupt- und Realschule ehrte die Gemeinde Michelle Rücker, Marius Lücke, Tim Schrader, Leonie Schmidt, Gina Blawat. Weitere Geehrte waren Fritz Eckert, der den Musikzug in Hajen mehr als 40 Jahre geleitet hat, sowie Carlo Schlein und Erwin von Zimmermann aus Börry für ihr vorbildliches Handeln nach einer Gewässerverschmutzung. Couragiert waren zwei weitere Emmerthaler: Sven Jochheim rettete in Hameln eine Frau aus der Weser, Mike Hühnerbein befreite einen Drachenflieger, der in einer Baumkrone festhing. Auf die Bühne kam auch der Geschäftsführer der Firma Neudorff, Hans-Martin Lohmann. Dem Unternehmen war im November der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen worden.

Von Christian Branahl



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