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Zwischen Mundraub und offizieller Pflückerlaubnis

Aerzen (sbr). Die Sache mit der Versuchung war schon immer groß: der Apfel, gut gereift, so auch an den Bäumen heimischer Feldwege. Überall an öffentlichen Wegen und Straßen finden sich scheinbar herrenlose Bäume, deren Äste sich unter der Last von Äpfeln und Birnen, manchmal auch Zwetschgen geradezu biegen. Allein der Gemeinde Aerzen gehören über 500 Obstbäume – wer die Früchte ernten möchte, der kann das gegen eine geringe Gebühr tun.

veröffentlicht am 03.09.2010 um 13:50 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:41 Uhr

Obst
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Aerzen (sbr). Die Sache mit der Versuchung war schon immer groß: der Apfel, gut gereift, so auch an den Bäumen heimischer Feldwege. Überall an öffentlichen Wegen und Straßen finden sich scheinbar herrenlose Bäume, deren Äste sich unter der Last von Äpfeln und Birnen, manchmal auch Zwetschgen geradezu biegen. Allein der Gemeinde Aerzen gehören über 500 Obstbäume – wer die Früchte ernten möchte, der kann das gegen eine geringe Gebühr tun. Inzwischen gibt es gleichzeitig die Internetplattform Mundraub.org, die auf ungenutzte Obstressourcen hinweisen und das rechtlich unbedenkliche Mundräubern an Wildsträuchern oder freigegebenen Bäumen fördern möchte. Dazu hat die Organisation eine sogenannte „MundraubMap“ ins Netz gestellt, eine Landkarte, auf der Nutzer zum einen Fundstellen von Wildsträuchern und freigegebenen Bäumen einstellen können, zum anderen Informationen über freies Obst in der näheren Umgebung erhalten.
 Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, haben die Macher der Internetplattform „Mundraub.org“ Regeln aufgestellt und fordern deshalb ihre Nutzer eindringlich auf: Bleibt Mundräuber, werdet nicht zu Obstdieben.“ Wer keinen eigenen Obstbaum hat und trotzdem Kirschen, Äpfel, Pflaumen und Zwetschgen im Bereich von Aerzen pflücken möchte, wird auf der Internetseite allerdings nicht fündig.  „Im Bereich Aerzen darf jeder Bürger das Obst von den Bäumen entlang der Gemeindestraßen ernten, der vorher gegen eine geringe Gebühr die Erlaubnis zur Ernte erworben hat“, weist Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock auf die kommunale Regelung hin. In Grupenhagen wiederum wird das Obst von den 319 Bäumen vor Ort während einer Begehung an die Selbstpflücker versteigert.

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