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Bau kostet zwei Millionen Euro / Strom und Wärme von „Bioenergie Aerzen“ / Neudorff erster Kunde

Zweite Biogasanlage läuft auf Hochtouren

Aerzen (gro). In den beiden Biogasanlagen der „Bioenergie Aerzen“ werden in einer Stunde 1100 Kilowatt Strom produziert und soviel Wärme, dass damit 600 Haushalte jährlich versorgt werden könnten. Seit Juni 2008 läuft die erste Anlage unter Volllast, und Ostern wurde die zweite in Betrieb genommen.

veröffentlicht am 14.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

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Die Baumaßnahmen im Innengelände sind bis auf Asphaltierungs- und Pflasterarbeiten auf 2000 Quadratmeter abgeschlossen, die Begrünung des Außengeländes auf gut 5000 Quadratmetern erfolgte in der Osterwoche. Zu dem bis jetzt Erreichten sagt Geschäftsleiter Jörg Pape: „Stressig, gut und es macht Spaß, wenn es funktioniert und so weitergeht.“

„Die Euros bleiben in der heimischen Wirtschaft“

Das gesteckte Ziel für die „Bioenergie Aerzen“ ist fast erreicht. Die Anlage läuft nun mit voller Kapazität, und seit Mitte März ist auch der erste „Wärmekunde“ angeschlossen, die 1500 Quadratmeter große Versuchsgärtnerei Neudorff. Gut 500 Meter ist die entfernt und hat in den ersten drei Wochen 14 300 Kilowatt abgenommen.

Mit 80 Grad Celsius verlässt die Wärme die Bioenergieanlage und kommt im Gewächshaus mit 79 Grad Celsius an. Die Gasheizung werde zwar nicht aus dem Gewächshaus ausgebaut, um eventuellen Störungen in der Bioenergieanlage vorzubeugen, so der technische Leiter von Neudorff, Christian Wellhausen, aber: „Wir bezahlen kein Geld mehr an Gazprom. Die Euros bleiben in der heimischen Wirtschaft und das für uns mit einer Einsparung von 20 Prozent.“

Eigentlich sollte die Bioenergieanlage bereits vor drei Monaten mit voller Kapazität laufen, aber der Winter machte einen Strich durch dieses Vorhaben der Geschäftsführer Jörg Pape und Volker Pieper. „Der Winter war eine Herausforderung für alle Unternehmen und Mitarbeiter,“ so Pieper. Die Herausforderung sei aber mit Engagement und Können von allen Seiten gemeistert worden.

Nun läuft die Anlage. Stündlich wird sie mit zwei Tonnen Biomasse beschickt, produziert Strom und Wärme. Für Letztere lägen auch Anfragen weiterer Interessenten, insbesondere von örtlichen Firmen, vor, sagt Pieper. Derzeit würden die Verhandlungen geführt.

Heimische Unternehmen wirkten am Bau mit

Die letzten Investitionen der zwei Millionen Euro teuren Anlage werden nun in Form von Pflasterungen und Asphaltierungen folgen. Noch vor Ostern sind bereits 50 Bäume der Arten Hainbuche, Buche, Ahorn und Stieleiche sowie 500 Sträucher der Arten Hartriegel, Haselnuss, Heckenrosen und andere gepflanzt worden.

„Dann wäre alles geschafft“, so Pape. Zum Abschluss betont er die lokale Bedeutung der Anlage: „80 Prozent der Investitionskosten der Bioenergie Aerzen wurden an Unternehmen im Umkreis von 20 Kilometern vergeben.“

Der Radlader füttert die Biogasanlage mit Biomasse. So werden stündlich 1100 Kilowatt Strom und Wärme für 600 Haushalte produziert.

Kleines Bild: Volker Pieper im Gewächshaus der Firma Neudorff: „Hier kommt unsere Wärme an.“

Fotos: gro



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