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Dringender Handlungsbedarf

Zusammenlegung von Rettungswache und Feuerwehr vorerst nur Gedankenspiel

AERZEN. „Zurzeit planen wir die Rettungswache! Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit, die Rettungswache und das Feuerwehrhaus an einem Standort zusammen zu legen. Wir versuchen jetzt erst einmal, möglichst schnell das Projekt ,Rettungswache‘ anzuschieben“, erklärt Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner mit Nachdruck.

veröffentlicht am 09.11.2017 um 12:22 Uhr
aktualisiert am 09.11.2017 um 14:00 Uhr

Fotos Feuerwehr (sbr) und DRK (Archiv)....
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Der Hintergrund: Aerzen bekommt im kommenden Jahr eine DRK-Rettungswache und auch in Bezug auf das Aerzener Feuerwehrhaus besteht Handlungsbedarf – nicht erst seit gestern, wie der Bürgermeister einräumt.

Nachdem im Finanzausschuss darüber beraten worden ist, ab dem Jahre 2022 Investitionsmittel für das Aerzener Feuerwehrhaus in die langfristige Haushaltsplanung einzustellen (wir berichteten), hat das in der Aerzener Öffentlichkeit zu großen Reaktionen und Diskussionen geführt, wie aus dem Rathaus des Fleckens zu erfahren ist.

Während die Rettungswache bereits im Herbst des kommenden Jahres ihren Betrieb aufnehmen soll, ist die Investition von 1,5 Millionen Euro in das Domizil der Freiwilligen Feuerwehr erst für das kommende Jahrzehnt vorgesehen. Sogenannte Bedarfspläne haben in beiden Fällen – Rettungswache und Feuerwehr – offenbart, dass Handlungsbedarf besteht – mehr oder weniger dringend.

Aus der Bevölkerung wurden uns Grundstücke angeboten, allerdings entsprachen sie entweder von der Größe oder der Lage nicht den Vorstellungen der Bauherren.

Bernhard Wagner, Bürgermeister

Bisher sind die Rettungseinsätze durch die bestehenden DRK-Rettungswachen im Landkreis Hameln-Pyrmont und dem Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen im benachbarten Alverdissen abgedeckt worden. Aufgrund einer in der zweiten Jahreshälfte 2018 notwendigen Verlagerung von Rettungsmitteln im Kreis Lippe ergibt sich die Notwendigkeit, künftig auch in Aerzen eine Rettungswache vorzuhalten, wie Andreas Bußmann, der DRK-Bereichsleiter des Rettungsdienstes, zu den Hintergründen erläutert. Zu einem möglichen Standort gibt es noch keine offizielle Stellungnahme. Derzeit ist das DRK gemeinsam mit einem Architekten und Bürgermeister Wagner auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für die neue Rettungswache, die erstmals nach einer neuen, seit August 2017 gültigen Norm, der DIN 13049, geplant und ausgestattet werden, heißt es vonseiten des DRK. Auch Bernhard Wagner kann zur neuen Rettungswache noch keine Details nennen. „Aus der Bevölkerung wurden uns bereits verschiedene Grundstücke angeboten, allerdings entsprachen sie bisher entweder von der Größe oder der Lage nicht den Vorstellungen der Bauherren, dem Landkreis Hameln-Pyrmont und dem DRK“, erklärt der Bürgermeister. Einziges bisher festes Kriterium bei der Rettungswache-Standortsuche sei eine Ansiedlung in der Nähe zur Aerzener Umgehungsstraße, erklärt der Bürgermeister weiter. Zu den weiteren bislang kommunizierten Details vonseiten des DRK gehört die Ausstattung. Es sei die Stationierung von zwei Fahrzeugen vorgesehen. Der eine Wagen soll dabei 24 Stunden am Tag und der zweite von sieben bis 19 Uhr besetzt werden. Rund zwölf Rettungsdienstmitarbeiter werden ihren Dienst von der Rettungswache Aerzen versehen, erklärt Bußmann.

In Bezug auf die Investitionen bei der Freiwilligen Feuerwehr macht der Bürgermeister deutlich, dass ein Neubau des Feuerwehrhauses in Aerzen nicht unausweichlich ist und damit die Möglichkeit einer Zusammenlegung von Rettungswache und Feuerwehrhaus in Aerzen auch nur eines von vielen Gedankenspielen sein kann. „Es gibt Handlungsbedarf! Eine Umverlegung könnte eine Option sein“, so Wagner. Die Diskussion über bauliche Maßnahmen am Feuerwehrhaus in Aerzen ist nicht neu. „Es muss in den kommenden Jahren insgesamt über Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen diskutiert werden. Die Autos werden größer und dadurch passen unter anderem die Abläufe nicht mehr.

Das könnte dann ein Thema für die nächste Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes sein“, so Wagner. „Ich habe beziehungsweise hatte das Stichwort „Feuerwehrhaus Aerzen“ ja schon in die Haushaltsplanungen im letzten Jahr aufgenommen und es wurden erste Beträge vorgesehen. Das wird jetzt fortgeschrieben und zu gegebener Zeit zu entscheiden sein, was wo wann passiert“, erklärt der Bürgermeister.

Zu einer möglichen Zusammenlegung von Rettungswache und Feuerwehr sagt Wagner: „Das sind Gedankenspiele. Durch die Aufnahme in das Programm nach dem Jahre 2021 sollte erst einmal die Problematik stärker in den Blick kommen.“

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