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Marlis Traupe und Nané Lénard sorgen für Gänsehaut bei der Aerzener Lesewoche

Zum Gruseln

Aerzen. Gänsehaut in der Aerzener Domänenburg – aber nicht hervorgerufen durch ein leichtes Frösteln angesichts der ersten, leise fallenden Schneeflocken des bevorstehenden Winters. Auch nicht durch irgendeinen grausigen Spuk in dem über 700 Jahre alten, historischen Gebäude. Vielmehr waren es die spannenden Textpassagen, die die Autorin Nané Lénard aus ihrem jüngsten Weserbergland-Krimi „SchattenGrab“ vorstellte – im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur in der Domänenburg“ anlässlich der 6. Aerzener Lesewoche.

veröffentlicht am 23.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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Literarische Hochspannung führte zur Aufrichtung der Körperbehaarung an Armen und Beinen der Gäste. Fachlich korrekt müsste man das Haut-Phänomen, dessen Anblick an eine gerupfte Gans erinnert, als Piloerektion bezeichnen. Nané Lénard, die erfolgreichste Autorin innerhalb der CW Niemeyer Buchverlage GmbH und derzeit unter den Top 50 der deutschen Krimiautoren zu finden, legt bei den Recherchen zu ihren Romanen stets größten Wert auf medizinisch und kriminaltechnisch korrekte Bezeichnungen und Abläufe, wie sie erklärt. Schließlich ist die Autorin vom Fach: Als medizinische Fachangestellte mit OP-Erfahrung hat sie schon so manchen echten Tropfen Blut fließen sehen. Das wird in ihren Schattenkrimis deutlich, die allesamt keine harmlosen Geschichten sind und sich eher an die hartgesottene Krimileserschaft richten. Um ihren Büchern auch kriminaltechnisch Hand und Fuß zu geben, bedient sie sich der Zusammenarbeit mit einem Fallanalytiker, der Profile von Straftätern erstellt. „In Amerika würde man ihn als Profiler bezeichnen“, erklärt die Autorin.

Zur Einstimmung auf ihren jüngsten Kriminalroman wählte Lénard eine Kurzgeschichte, die aufzeigt, wie mordsmäßig spannend eine Heilige Nacht werden kann, wenn der frisch pensionierte Gatte anfängt, seiner Frau auf die Nerven zu gehen. Anschließend nahm die Autorin ihre Zuhörer mit auf eine spannende Lesereise ins Schaumburger Land und nach Neuharlingersiel, wo ihr aktueller Krimi „SchattenGrab“ spielt. Weniger nervenaufreibend ging es an den beiden anderen Veranstaltungstagen der Aerzener Lesewoche zu. Marlis Traupe konnte zum Bilderbuchkino und zur Kinderlesung sowohl zahlreiche Kinder als auch Erwachsene in der Aerzener Gemeindebücherei begrüßen. Zwar kamen auch bei ihr ein Wolf im Nachthemd und ein hungriger Drache Oskar daher und auch die Märchen aus aller Welt waren spannend, zu fürchten brauchte sich aber keine der kleinen Leseratten. sbr



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