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Ausstellung im Museum

Zuckerfabrik: Geblieben ist die Erinnerung

EMMERTHAL/BÖRRY. Rund 110 Jahre lang prägte sie das Bild und die Wirtschaft in der Region: die Zuckerfabrik in Emmerthal. Vor mehr als 30 Jahren gingen dort die Lichter aus. Eine faszinierende Ausstellung informiert nun im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry über die Geschichte der einstigen Industrieanlage.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 11.10.2018 um 18:40 Uhr

Im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry ist derzeit eine Ausstellung über die Geschichte der Zuckerfabrik Emmerthal zu sehen. Foto: Dieter Brockmann

Autor:

sbr
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Gezeigt wird dort unter anderem das Modell der Zuckerfabrik Emmerthal. Außerdem sind Bilder aus dem historischen Archiv zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober bei uns im Museum zu sehen.

Geblieben ist von der Zuckerfabrik nur die Erinnerung, und längst ist auf ihrem riesigen Areal in Kirchohsen ein neues Zentrum entstanden. Denn wo einst die Landwirte ihre Rüben anlieferten, wo einst in der Kampagne bis zu 190 000 Tonnen Rüben verarbeitet wurden, stehen jetzt Einkaufsmärkte, Gesundheitszentrum, Apotheke, Kindergarten und Bankgebäude. Nun aber rückt die Zuckerfabrik erneut in den Blickpunkt. Zum einen, weil auf ihrem weiteren bisher nicht bebauten Areal ein neues Wohngebiet entsteht, und zum anderen mit der Ausstellung im Museum.

Hans-Wilhelm Rosin, der letzte Direktor der Zuckerfabrik, hat der Gemeinde ein Modell der Fabrik überlassen, das Mitarbeiter ihm zu seinem 50. Geburtstag vor nunmehr 37 Jahren angefertigt und geschenkt haben. Es stellt im Maßstab 1:500 die Zuckerfabrik im Jahre 1983 dar und wird im Museumsdorf in Börry nach der Ausstellung einen Ehrenplatz bekommen. Zweifelsohne ist das eindrucksvolle Modell der Star der Ausstellung. Es wird umgeben von Stellwänden mit einer Vielzahl historischen Fotos, die Archivar Cord Hölscher zusammengestellt hat.

Die Schwarzweiß-Aufnahmen ergänzen bestens die Berichte und Anekdoten, die Zeitzeugen wie Hans-Wilhelm Rosin jüngst während der vorhergehenden Ausstellung in den Räumen der Geschäftsstelle der Volksbank Hameln-Stadthagen in Kirchohsen zum Besten gaben. Der ehemalige Direktor schilderte die schwierigen Jahre bis zur Schließung der Fabrik im Jahre 1986 und fand viele lobende Worte über seine zuweilen bis zu 150 Frauen und Männer starke Belegschaft.red



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