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Zentrum für Kinder statt Mekka der Reiter

Aerzen (cb). Jetzt ist es offiziell: Die Gemeinde Aerzen will die Möglichkeiten schaffen, damit im Kernort am Evangelischen Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ am Tannenweg Krippenplätze eingerichtet werden können und der Sprachheilkindergarten Burgwiese zusätzliche Räume schaffen kann. Was für die beiden Einrichtungen und die Gemeinde wichtig ist, erweist sich aber als Nachteil für den Reit- und Fahrverein St. Georg. Für die Neubauten wird dessen Areal benötigt – bis Ende 2012 müssen sich die Pferdesportler ein neues Domizil suchen.

veröffentlicht am 07.01.2011 um 17:17 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:41 Uhr

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Aerzen (cb). Jetzt ist es offiziell: Die Gemeinde Aerzen will die Möglichkeiten schaffen, damit im Kernort am Evangelischen Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ am Tannenweg Krippenplätze eingerichtet werden können und der Sprachheilkindergarten Burgwiese zusätzliche Räume schaffen kann. Was für die beiden Einrichtungen und die Gemeinde wichtig ist, erweist sich aber als Nachteil für den Reit- und Fahrverein St. Georg. Für die Neubauten wird dessen Areal benötigt – bis Ende 2012 müssen sich die Pferdesportler ein neues Domizil suchen. Der Verein hatte bis zuletzt gehofft, am Standort bleiben zu können, bis er dann doch die Kündigung der Gemeinde als Verpächter erhielt. „Wir hängen ziemlich in der Luft“, sieht Vorsitzende Angela Cramer auf Sicht kaum eine Perspektive. Bürgermeister Bernhard Wagner kann den Unmut zwar verstehen, sieht zu dem Grundstück als Erweiterungsfläche für die beiden Kindergärten aber keine Alternative. „Wir bieten umfassende Hilfe an, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten“, verspricht Wagner den Pferdesportlern.
 Überraschend ist diese Entwicklung nicht – die Gespräche laufen schon länger. Die Gemeinde aber geriet immer mehr unter Zeitdruck: Bis 2013 muss sie die dann gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von voraussichtlich insgesamt rund 65 Betreuungsplätzen für unter dreijährige Kinder vorhalten. Schon vor einem Jahr hatte der Bürgermeister erstmals öffentlich „ein Zentrum für frühkindliche Bildung“ im Kernort ins Gespräch gebracht, für das allerdings das Gelände des Reit- und Fahrvereins benötigt werde. Notwendig wurde diese Weichenstellung auch dadurch, dass zuvor eine Zusammenlegung von Grundschule und Kindergarten in Groß Berkel mit Einrichtung neuer Krippenplätze an Grundstücksfragen gescheitert war.
 „Mit der Kündigung haben wir nun ein deutliches Signal gesetzt, dass es weitergeht“, sagt Wagner über die Entscheidung, dass nun in Aerzen selbst etwas geschehen müsse. „Hier besteht Handlungsbedarf“, meint er unter Hinweis auf Eltern, die auf entsprechende Angebote warten würden. Alternativen habe es zu dem Reitsportgelände nicht gegeben – weder Kindergarten noch Sprachheilkindergarten könnten sonst ihre Räumlichkeiten erweitern. In Groß Berkel gebe es bereits 15 Plätze für unter Dreijährige, die gleiche Anzahl werde ab August dann auch im Kindergarten Grupenhagen angeboten, wo im vergangenen Sommer die ersten Kleinkinder aufgenommen worden sind.



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