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Führungen der besonderen Art in Hämelschenburg zum Jubiläum

Zeitreise: Den Geist der Reformation am Schloss erleben

HÄMELSCHENBURG. Die Geschichte der Reformation – wo lässt sie sich in der Region authentischer erleben als in Hämelschenburg? Immerhin ist die Kirche in Nachbarschaft des Schlosses der erste freistehende protestantische Kirchenbau in Deutschland nach der Reformation.

veröffentlicht am 25.10.2017 um 11:03 Uhr

Die Kirche in Nachbarschaft des Schlosses gilt als der erste freistehende protestantische Kirchenbau in Deutschland nach der Reformation. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Aber auch für die Schlossbesitzerfamilie spielte der Glaube über die Jahrhunderte eine große Rolle. „Wie hat die Reformation ihr Leben verändert oder beeinflusst?“, sagt Christine von Klencke und nennt damit einen Schwerpunkt der vier Erlebnisführungen, die am Sonntag und am Reformationstag selber erstmals auf dem Programm stehen.

Besonderheit der Premiere unter dem Titel „Schloss Hämelschenburg im Geist der Reformation“: Nicht nur die Frauen und Männer, die normalerweise die Besucher durch das imposante Bauwerk führen, vermitteln dann in historischen Gewändern Einblicke in die Geschichte von Kirche und Schloss, sondern Familie von Klencke ebenfalls. „Für uns ist das ein wichtiges Anliegen“, sagt Christine von Klencke über die außergewöhnliche Zeitreise durch fünf Jahrhunderte am Beispiel von Hämelschenburg. „Nicht nur wegen der Kirche, sondern weil uns der Glaube wichtig ist.“ Die einstündigen Führungen beginnen vor der kleinen Renaissancekirche. Hier erzählt Lehnsmann Ludolf von Klencke von den Anfängen der Reformation und wie er 1563 die erste freistehende protestantische Kirche der Welt bauen ließ. Im Inneren treffen die Besucher auf Anna von Holle, der Erbauerin des Schlosses. Fromm, klug und mutig bewahrte sie das Rittergut nicht zuletzt vor der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Im Schloss führen die Nachfahren von Anna von Holle durch die Jahrhunderte. Sie berichten von den Auseinandersetzungen mit der katholischen Kirche, aber auch von der Erweckungsbewegung im 18. Jahrhundert und der Bekennenden Kirche im Dritten Reich.

1652 schenkte die Familie der neu gegründeten Kirchengemeinde Hämelschenburg das Kirchengebäude. Zu ihr gehören heute noch die Dörfer Amelgatzen, Gellersen, Hanebülten, Hämelschenburg und Welsede mit 900 Mitgliedern. Die St.-Marien-Kirchengemeinde feiert am Reformationstag um 10 Uhr einen besonderen Gottesdienst, um das Jubiläum zu begehen.


Termine: Die Erlebnisführungen beginnen am Sonntag, 29. Oktober, und Dienstag, 31. Oktober, um 14 und 15 Uhr. Sie sind auf 35 Personen begrenzt. Tickets gibt es im Museumsshop Hämelschenburg – auch im Vorverkauf. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 10 Euro, die Familienkarte kostet 25 Euro. Reguläre Führungen beginnen an diesen Tagen um 11 und 12 Uhr.

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