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Zunächst neues Fahrzeug für Dehmke / Umbaupläne in Aerzen: Debatte abgeblockt

Wunschliste der Wehren ist umfangreich

Aerzen (sbr). Auch wenn auf einige Investitionen etwas länger gewartet werden muss, so will die Politik in Aerzen nicht mehr als nötig bei der Feuerwehr sparen. Grundsatz: Wenn ein Einsatzfahrzeug ersetzt werden muss, dann sollte es sich hierbei auch um ein komplett neues Fahrzeug handeln und nicht um einen neuen Aufbau auf einem überholten Fahrgestell oder gar ein Gebrauchtfahrzeug. „Schließlich sind die Fahrzeuge innerhalb der Gemeindefeuerwehr Aerzen im Durchschnitt 20 bis 25 Jahre lang im Einsatz“, hieß es im Fachausschuss. Mit deutlichen Worten grenzte sich die überwiegende Mehrheit der Mitglieder des Feuerschutzausschusses im Aerzener Rat von Dr. Marcus Schapers (Bündnis 90/Die Grünen) Vorschlag ab, auch nach alternativen Angeboten zu Neufahrzeugen Ausschau zu halten. Mit sechs zu einer Stimme wurde sein Antrag abgelehnt.

veröffentlicht am 13.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:41 Uhr

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Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke, der gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Jens Pieper und Jörg Pyka als beratendes Mitglied dem Feuerschutzausschuss angehört, hatte erläutert, warum das 30 Jahre alte Feuerwehrfahrzeug aus Dehmke durch ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) ersetzt werden sollte.

„Einsatztaktisch bringt das TSF-W große Vorteile mit sich. Mit dem Wasser, das das Fahrzeug an Bord hat, kann mit einem Löschangriff sofort nach Eintreffen am Einsatzort begonnen werden“, erklärt der Gemeindebrandmeister. Darüber hinaus sei der deutlich geringere Personalaufwand für einen schnellen Einsatz mit einem TSF-W in Zeiten, in denen der demografische Wandel den ehrenamtlichen Brandschützern mehr und mehr Personalsorgen bereitet, nicht von der Hand zu weisen, ergänzte Jens Pieper. Jörg Pyka merkte an, dass den Einsatzkräften im Falle eines Entstehungsbrandes gerade einmal 15 Minuten blieben, um die Ausdehnung des Feuers zu einem Vollbrand zu verhindern. „Wenn dann erst noch eine lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten gelegt werden muss, bevor mit den eigentlichen Löscharbeiten begonnen werden kann, vergeht wertvolle Zeit“, gibt der stellvertretende Gemeindebrandmeister zu bedenken.

Auch das in die Jahre gekommene Einsatzfahrzeug der Ortswehr Grießem muss aus denselben Gründen dringend ersetzt werden. Des Weiteren liegt seit mehreren Jahren ein Antrag auf Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug (TLF) in Groß Berkel und den Aerzener Mannschaftstransportwagen vor, dessen Kilometerzähler mittlerweile die Zahl 275 000 anzeigt. In den kommenden Jahren wird darüber hinaus der Rüstwagen aus Aerzen durch ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug ersetzt werden müssen, wie Senke weiter aufzählte.

Keine konkreten Informationen gab es zum Planungsstand bezüglich des Umbaus des Feuerwehrzentrums Aerzen, weil Bürgermeister Bernhard Wagner den Gemeindebrandmeister in seinen Ausführungen unterbrach. „Es habe Vorbesprechungen gegeben, nun müsse man sehen, was zu realisieren ist“, gab sich der Bürgermeister wenig aufschlussreich.

Unbeantwortet blieb auch Friedhelm Senkes Anfrage: „Was passiert zwischen dem Ablauf des TÜV im März 2013 und der Auslieferung des neuen Dehmker TSF-Ws?“ Die Lieferzeit für ein Neufahrzeug beträgt zwischen zehn und zwölf Monaten, so seine Erfahrung.

Dehmkes Ortsbrandmeister Michael Matzen (li.) und sein Stellvertreter Thomas Beermann mit dem 30 Jahre alten Einsatzfahrzeug, das im März 2013 nicht mehr durch den TÜV kommt.

Foto: sbr



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